Erstellt am 24. Februar 2014, 14:11

ÖVP Burgenland-Urabstimmung - Vorerst ein Herausforderer für Steindl. Per Urabstimmung kürt die ÖVP Burgenland am 27. April ihren Spitzenkandidaten für die kommende Landtagswahl. Um Mitternacht endet am Montag die Frist für Bewerber.

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Bisher ist neben der Kandidatur von Parteiobmann Franz Steindl auch jene des Lutzmannsburger Hoteliers Jürgen Rohrer eingelangt, so Landesgeschäftsführer Christian Sagartz zur APA. "Rohrer ist ordnungsgemäß nominiert worden und hat eine Einverständniserklärung unterschrieben", bestätigte Sagartz. Der Hotelier sei von der Gemeindeparteiorganisation Lutzmannsburg-Strebersdorf vorgeschlagen worden. Steindl sei "von mehreren Organisationseinheiten" nominiert worden.

Am heutigen Montag ist auch Stichtag für die Erstellung der Wählerlisten. Die Anzahl der Wahlberechtigten - am Urnengang teilnehmen können soll jedes Parteimitglied ab 14 Jahren - schätzt man vorerst auf rund 28.000 Personen. Eine vorläufige Zahl soll Dienstagnachmittag vorliegen, so der Landesgeschäftsführer.

Reklamationen auch nach Fristablauf noch möglich

Nach Fristablauf gebe es noch die Möglichkeit für Reklamationen, etwa wenn jemand doppelt ins Wählerverzeichnis aufgenommen wurde oder eine Person geführt wird, die bereits verstorben sei.
Die Urabstimmung soll in den einzelnen Orten dort stattfinden, "wo die Gemeindepartei das festlegt", sagte Sagartz.

Für die Durchführung wurde den Ortsparteien ein Zeitrahmen vorgegeben. Der Minimalzeitraum, in dem es möglich sein muss, die Stimme abzugeben, beträgt zwei Stunden. Der Rahmen für die maximale Öffnungszeit reicht von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Urabstimmung als Risiko und Chance zugleich

Zur Durchführung einer Urabstimmung meinte der ÖVP-Politiker: "Natürlich ist das auch ein Risiko." Aber er sehe in erster Linie auch die Chance, dass man damit eine Bewegung in die Partei hineinbringe und dass ein klares Votum herauskomme, das signalisiere, dass ein starker Spitzenkandidat gewählt worden sei. Wer gewählt werde, bekomme "die stärkste Legitimation, die jemals ein Kandidat erhalten hat".