Erstellt am 05. März 2014, 23:59

von Wolfgang Millendorfer

ÖVP-Duell um Platz 1. Hotelier Jürgen Rohrer geht gegen ÖVP-Chef Franz Steindl ins Rennen. Der Kampf um die Spitze hat friedlich begonnen.

Zwei Männer, eine Partei: Hotelier Jürgen Rohrer (l.) will frischen Wind in die ÖVP bringen. Landesvize Franz Steindl sieht die Urabstimmung als wichtigen Schritt zur innerparteilichen Demokratie.  |  NOEN, BVZ
Von Wolfgang Millendorfer

Es geht um alles oder nichts, wenn die 28.000 Mitglieder der ÖVP Burgenland am 27. April darüber abstimmen, ob sie ein weiteres Mal mit Franz Steindl in den Landtags-Wahlkampf ziehen wollen.

Nach interner Kritik und angesichts einiger Unruhe in den Bünden hatte Steindl selbst die Urabstimmung vorgeschlagen. Mit dem Lutzmannsburger Hotelier Jürgen Rohrer ist nun, wie berichtet, doch noch ein Gegenkandidat auf der Bildfläche erschienen. Und dieser rechnet sich – als „Politiker einer neuen Generation“ – Chancen auf Platz eins auf der ÖVP-Liste aus.

Steindl sieht die Konkurrenz im Gespräch mit der BVZ gelassen: „Ein Gegenkandidat ist belebend für die Abstimmung. Ich stehe für einen fairen und positiven Wettbewerb zwischen Parteifreunden und möchte mit möglichst breiter Zustimmung Spitzenkandidat werden.“

„Haben keine Zeit, uns  gegenseitig weh zu tun“

Als „Mann der Mitte“ will auch Rohrer positive Stimmung in der Partei: „Wir haben keine Zeit mehr, um 80 Prozent der Energie dazu aufzuwenden, uns gegenseitig weh zu tun. Daher möchte ich die Chance bekommen, unser Profil zu schärfen.“

Während Rohrer die ÖVP im Burgenland bereits als „geteilt“ sieht, trat ein anderer aus diesem Grund nicht zur Urabstimmung an: Ex-Minister und Nationalrat Nikolaus Berlakovich berichtete zwar von Zuspruch, entschied sich aber gegen eine Kandidatur, „um die Partei nicht zu spalten“.

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Die Frist zur Bewerbung lief am Montag ab. Zur selben Zeit weilte der ÖVP-Klub zur Klausur in Gols und legte das Programm in Sachen Wirtschaft und Arbeitsmarkt sowie den Kurs für die EU- und AK-Wahlen fest.

Zwei Männer, eine Partei: Hotelier Jürgen Rohrer (l.) will frischen Wind in die ÖVP bringen. Landesvize Franz Steindl sieht die Urabstimmung als wichtigen Schritt zur innerparteilichen Demokratie.