Erstellt am 25. Januar 2014, 23:59

ÖVP: Grünes Licht für Urabstimmung. „Steindl-Frage“ / 28.000 ÖVP-Mitglieder entscheiden im April, ob sie mit Franz Steindl in die Wahl gehen wollen. Gegenkandidaten möglich.

Nach der Zweieinhalb-Stunden-Sitzung: ÖVP-Chef Franz Steindl (r.) und sein möglicher Gegenkandidat Nikolaus Berlakovich.  |  NOEN
Jetzt ist es fix: Der 27. April wird für ÖVP-Chef Franz Steindl ein „Schicksalstag“. Im Landesparteivorstand wurde sein Antrag auf eine Urabstimmung einstimmig abgesegnet. Alle 28.000 Parteimitglieder können somit an der Wahlurne entscheiden, ob der wird.
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„Mit dem heutigen Tag ist die Diskussion beendet“, verkündete Steindl nach der Sitzung des Landesparteivorstandes, die mit zweieinhalb Stunden doch länger als geplant dauerte.

Intern geht die Diskussion jetzt aber wohl erst so richtig los: Weitere Kandidaten für die Urabstimmung können noch bis zum 24. Februar nominiert werden; die Beschlüsse dazu fallen in den Gremien.

„Demokratie ist Wettbewerb“

Das betonte auch Ex-Minister und Nationalrat Nikolaus Berlakovich, der als Steindls möglicher Gegenkandidat gilt: „Demokratie ist Wettbewerb“, so Berlakovich.

Was die Listenplätze für die Landtagswahl angeht, soll noch im Frühjahr ebenfalls Bewegung in die ÖVP kommen. Steindl: „Es wird hier auch weitere Schritte auf Bezirksebene geben. Insgesamt ist das ein mutiger, moderner Weg und das bedeutet mehr Demokratie.“

Klikovits löste Debatte aus

Ausgelöst wurde die Obmanndebatte von Ex-Nationalrat Oswald Klikovits: Er dankte als ÖAAB-Chef ab, kritisierte Steindl und sein Regierungsteam öffentlich und meinte: „Viele Funktionäre sehen das auch so, wenn auch unter vorgehaltener Hand.“

Angespannt war die Stimmung bei der Freitags-Sitzung, an der die 35-köpfige Parteispitze teilnahm, allemal. Nach einer knappen gemeinsamen Stellungnahme verließen die ÖVP-Granden rasch die Parteizentrale.