Erstellt am 18. Oktober 2012, 14:33

ÖVP kritisiert Darabos vor Nationalfeiertag. Der bevorstehende Nationalfeiertag, in dessen Mittelpunkt das Bundesheer steht, sorgt in der Koalition für Nervosität. Die ÖVP wirft Verteidigungsminister Darabos vor, im Zuge der Feierlichkeiten Werbung für sein Berufsheer zu machen.

Die Schlagzeilen dieser vom Verteidigungsministerium herausgegebenen Hochglanzbroschüre "Unser Heer" und "Profis bringen Sicherheit" erinnern ÖVP-Wehrsprecher Klikovits frappant an die SPÖ-Kampagne für ein Berufsheer. Klikovits sprach am Donnerstag von "unerträglichen Provokationen", die der Minister ständig setze. Empört zeigte er sich auch über das Bild auf der letzten Seite der Broschüre. Dieses zeigt drei Soldaten ohne Gewehr. Der Mittlere ist mit einer Bohrmaschine bewaffnet und trägt einen roten Helm. Mit solchen Bildern werde "das Bundesheer öffentlich der Lächerlichkeit preisgegeben und die Soldaten verhöhnt", so Klikovits, der zudem "Missbrauch von Steuergeld und Amtsmissbrauch" ortet. Angesichts der Inseraten-Affäre um Kanzler Faymann sei das "in mehrfacher Hinsicht eine Provokation".

Der Sprecher von Minister Darabos wies diese Vorwürfe als "lächerlich" zurück. Diese Broschüre  erscheine jedes Jahr zum Nationalfeiertag. Darin sei keinerlei Werbung für ein Berufsheer enthalten, sondern nur Werbung für die Leistungsschau des Bundesheeres im Rahmen des Nationalfeiertags.

Zudem komme Minister Darabos in der Broschüre überhaupt nicht vor, hingegen gebe es aber ein großes Bild von der Rekruten-Angelobung am Heldenplatz. Was die Bohrmaschine und den roten Helm betrifft, führte Hirsch die Kritik der ÖVP auf die "Ahnungslosigkeit des Abgeordneten Klikovits" zurück, hier handle es sich schlicht und einfach um die Ausrüstung der Pioniere. Er entschuldige sich aber bei der ÖVP dafür, dass man "keinen Helm mit Giebelkreuz" zur Verfügung habe.