Erstellt am 24. Februar 2012, 11:47

ÖVP-Senioren für Angleichung beim Antrittsalter. ÖVP-Seniorenbundobmann Khol drängt weiter auf eine schrittweise Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters an jenes der Männer.

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"2014 kommt die nächste Reform", zeigte er sich bei einem Hintergrundgespräch am Donnerstag überzeugt. Kritik übten die VP-Senioren daran, dass die Reform der Invaliditätspension nicht gleichzeitig mit den anderen Sparpakets-Maßnahmen in Begutachtung geschickt wurde.

Die Erhöhung des Frauenpensionsalters bleibt auf der Agenda, betonte Khol: "Wir müssen ungerechtfertigte Frauen-Privilegien abschaffen", sagte er, denn: "Die Männer werden sich diese Diskriminierung nicht länger gefallen lassen". Als Beispiel brachte er auch kinderlose Frauen: "Was unterscheidet die von kinderlosen Männern?" Auch das Argument, dass sich die Kindererziehungszeit negativ auf die Frauen-Pensionen auswirken würden, wischte er vom Tisch: Pro Kind werden (in der Regel) vier Jahre zur Pension angerechnet, so der Ex-Nationalratspräsident. Auch verwies er auf die höhere Lebenserwartung von Frauen (im Schnitt fünf Jahre).

Auch Kritik an der unterschiedlichen Pensionshöhe von Frauen und Männern relativierte der VP-Seniorenchef: Der Unterschied von 30 Prozent sei nur zu einem Drittel auf die (oftmals kritisierte) vermehrte Teilzeitarbeit von Frauen zurückzuführen. Achtzig Prozent der Teilzeit arbeitenden Frauen würden diesen Weg außerdem auf eigenen Wunsch einschlagen, so Khol. Zu zwei Drittel seien für die niedrigeren Pensionen andere Gründe verantwortlich: Erstens würden Frauen eben um fünf Jahre früher in Pension gehen, darüber hinaus seien auch jene Kollektivverträge verantwortlich, die in der Karenzzeit keine Gehaltsvorrückung vorsehen.

Nicht hinnehmen wollen die VP-Senioren den Aufschub der Erledigung der (für 2014 geplanten) Reform der Invaliditätspension für Unter-50-Jährige. Im Sozialministerium hat man bisher noch keinen Begutachtungsentwurf vorgelegt, mit Verweis auf die Komplexheit der Materie - dort will man das Thema "in den nächsten Wochen und Monaten" erledigen. Khols Stellvertreterin Gertrude Aubauer forderte eine Frist für die Erledigung dieser Materie.