Erstellt am 13. April 2012, 11:45

ÖVP-Spitze stürzte bei APA/OGM-Vertrauensindex ab. Die schwarze Regierungsspitze hat knapp ein Jahr nach ihrem Umbau etliches an Vertrauen in der Bevölkerung verloren.

So stürzte Parteichef Spindelegger im aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex vom einst zweiten Platz auf den elften unter den abgefragten ÖVP-Politikern ab. Auch Finanzministerin Fekter verlor deutlich. Sein Agieren im U-Ausschuss nicht gut bekommen dürfte Schlusslicht Amon.

Mit 16 Vertrauenspunkten lag Spindelegger im Juli 2011 - wenige Monate nachdem er Josef Pröll an der Parteispitze abgelöst hatte - noch deutlich im Plus. Er verlor 24 Zähler und landete in der aktuellen Umfrage bei minus acht Vertrauenspunkten. Fekter, die vom Innen- ins Finanzministerium wechselte, lag zwar schon im vergangenen Jahr mit sieben Punkten im Minus, verschlechterte sich aber noch um 15 Zähler auf minus 22.

Von den ÖVP-Regierungsmitgliedern genießt derzeit Wissenschaftsminister Töchterle mit zehn Pluspunkten das meiste Vertrauen. Ihm folgt Wirtschaftsminister Mitterlehner (8), der im Juli 2001 die Tabelle noch anführte. Am stärksten zugelegt hat Integrationsstaatssekretär Kurz (von minus elf auf plus fünf). Unter den Regierungsmitgliedern folgen Landwirtschaftsminister Berlakovich (-5), Staatssekretär Waldner (-6) und dann Spindelegger. Justizministerin Karl verlor mit 22 Punkten fast so viel wie ihr Parteichef und liegt mit insgesamt zwölf im Minus. Noch schlechter schnitten Innenministerin Mikl-Leitner (-20) und Fekter (-22) ab. Wer vom Absturz der ÖVP-Regierenden im Bund profitiert, ist der oberösterreichische Landeshauptmann Pühringer: Er behielt seine 14 Pluspunkte und liegt damit auf Platz Eins unter allen abgefragten ÖVP-Politikern.

Der Index bildet ein Saldo aus Vertrauen und kein Vertrauen ab und ergibt sich aus 500 Online-Interviews von Österreicherinnen und Österreichern ab 16 Jahren am 10. April.