Erstellt am 19. September 2013, 14:45

ÖVP-SPÖ-Disput wegen Arbeitszeit-Flexibilisierung. Die ÖVP kritisiert die ablehnende Haltung der SPÖ gegenüber der Forderung nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Die Position der Sozialdemokratie sei "unfassbar", meinte etwa Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner. Wiens ÖAAB-Obfrau Gabriele Tamandl betonte, von einer Flexibilisierung würden sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren.

ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl meinte, gerade flexible Arbeitszeiten wären für Familien von Vorteil. Haubner verwies einmal mehr darauf, dass eine Flexibilisierung der Arbeitszeit "nichts mit der Erhöhung der Gesamtarbeitszeit" zu tun habe. "Es ist unfassbar, wie uneinsichtig die SPÖ eine Maßnahme schlechtredet, die einen großen Fortschritt für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber bedeuten würde", so der ÖVP-Abgeordnete. Er verwies auf eine Umfrage vom August, laut derer Arbeitnehmer mit ihrem Stundenausmaß zufrieden seien, Überstunden machen und ihre Arbeitszeit flexibler einteilen wollten.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern

Tamandl betonte, die ÖVP wolle eine "Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber". Die Arbeitszeitflexibilisierung würde auch Familien entgegenkommen, denn so könnte man etwa am Montag und Dienstag länger arbeiten, am Donnerstag und Freitag dafür weniger. Auch Steibl meinte, flexible Arbeitszeitmodelle seien "gefragt wie nie". Man müsse diese Modelle ausbauen, "um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern".

Und der Vorsitzende des parlamentarischen Wirtschaftsausschusses, Konrad Steindl, bekräftigte, dass es der ÖVP nicht um die Anhebung der Regelarbeitszeit gehe: "38,5 Stunden bleiben 38,5 Stunden, 40 Stunden bleiben 40 Stunden. Alles was darüber liegt gilt wie bisher als Überstunden und wird als solche ausbezahlt."