Erstellt am 27. August 2013, 12:13

ÖVP und SPÖ setzen Duell nach TV-Auftritt der Spitzen fort. Das erste TV-Duell der Spitzenkandidaten von SPÖ und ÖVP am Montagabend hat am Dienstag für die erwarteten Reaktionen aus den Parteien gesorgt.

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Die ÖVP zeigte sich mit ihrem Obmann Michael Spindelegger "sehr zufrieden", die SPÖ hingegen kritisierte, die ÖVP würde Österreich "schlechtreden". Die NEOS hielten in einer Aussendung fest, sie wollen Rot und Schwarz "die Suppe ordentlich versalzen". Einen "unwürdigen Wahlkampf auf dem Rücken der Pensionisten" orten die Freiheitlichen.

Die ÖVP war mit dem gestrigen Auftritt von Michael Spindelegger "sehr zufrieden". "Summa summarum" habe es sich um einen "positiven Auftritt" gehandelt, stellte Generalsekretär Hannes Rauch bei einer Pressekonferenz am Dienstag fest. Spindelegger habe "zu hundert Prozent das Vorgenommene erreicht". In einer Aussendung attestierte Rauch der SPÖ eine Fortsetzung der "Panikattacken" und Faymann "Inhaltsleere".

Ganz anders sah dies Koalitionspartner SPÖ. Spindelegger verfolge einen "Zick-Zack-Kurs" - ein "deutliches Zeichen von Führungsschwäche", stellte SPÖ-Bundesgeschäftsführer NorbertDarabos in einer Aussendung fest. Er kritisierte weiters, dass die ÖVP die gemeinsamen Erfolge schlecht rede. Parteichef Faymann hingegen sei "authentisch" gewesen und habe die Themenführerschaft innegehabt.

NEOS-Listenzweite und LIF-Vorsitzende Angelika Mlinar erklärte in einer Aussendung: "Nur eine Stimme für NEOS ist eine Stimme gegen diesen unerträglichen Stillstand, für den die mutlose und tatenarme Koalition seit vielen Jahrzehnten steht." Die Bewegung ernte viel Zuspruch in allen Bevölkerungsgruppen und werde "Rot und Schwarz die Suppe ordentlich versalzen".

"Nur eine Stimme für die FPÖ und für Heinz-Christian Strache ist eine Stimme für soziale Gerechtigkeit in diesem Land und für gesicherte und gerechte Pensionen", stellte wiederum der Freiheitliche Seniorensprecher Werner Neubauer fest. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen von SPÖ und ÖVP seien "würdelos", so Neubauer weiter.

Auch Team Stronach-Klubchef Robert Lugar ist überzeugt: „Das gestrige Kanzlerduell hat klar gezeigt, dass wir nach der Wahl neue Mehrheiten abseits von Rot und Schwarz brauchen.“