Erstellt am 20. Mai 2015, 12:24

von APA Red

ÖVP will nach Wahl rasch normales Straßenbild. Die ÖVP Burgenland will nach der Landtagswahl am 31. Mai rasch wieder ein normales Straßenbild, wie Landesgeschäftsführer Christian Sagartz am Mittwoch betonte.

LAbg. Mag. Christian Sagartz, BA, ÖVP-Landesgeschäftsführer.  |  NOEN, ÖVP Burgenland
"Wir werden versuchen, ab Wahlschluss - das ist Sonntag, 16 Uhr (31. Mai, Anm.) - binnen 24 Stunden einen Gutteil, nämlich schätzungsweise 90 Prozent aller unserer werblichen Maßnahmen, die das Straßenbild derzeit prägen, zu entfernen", sagte Sagartz.

"Digitaler Danke-Streifen" geplant

"Danke"-Aufkleber werde es geben, wenn Kandidaten das für ihre persönlichen Plakate nutzen möchten, so der Wahlkampfleiter vor Journalisten in Eisenstadt. Er glaube allerdings, wenn er die Rückmeldungen aus Passantengesprächen richtig deute, "dass es der Bevölkerung viel lieber wäre, dass möglichst rasch all diese Plakatflächen aus dem Straßenbild verschwinden."

Da man stark digital unterwegs gewesen sei, werde man dort selbstverständlich auch einen "digitalen Danke-Streifen" anbringen. "Aber ich glaube, dass es viel wichtiger wäre, dass wieder Normalität in unserem Straßenbild Einzug nimmt", meinte Sagartz. Er sehe das "als Sofortmaßnahme an, die jede Partei treffen könnte."

Mit den werblichen Maßnahmen sind bei der ÖVP, die auf einen "anderen Wahlkampf" setzt bzw. gesetzt hat, nicht nur Plakate gemeint. Auch Landschaftselemente - vom Anhänger bis zur Strohballenkonstruktion - zieren das Straßenbild. Waren anfangs 100 Stück das Ziel, sei man jetzt schon bei mehr als 160. Es sei eine Art "Wettbewerb" unter den Ortsparteien ausgebrochen, berichtete der Landesgeschäftsführer.

Position der SPÖ "unverständlich"

Höher als zunächst angenommen, fallen nun auch die Wahlkampfkosten an. "Ich habe zu Beginn des Wahlkampfes Wahlkampfkosten vorgerechnet in Höhe von 700.000 Euro. Aus heutiger Sicht hat sich diese Summe ein wenig erhöht. Wir haben derzeit eine Kostenrechnung von 750.000 Euro, die der Wahlkampf der ÖVP kosten wird."

Grund dafür sei, dass mehr Kandidaten als eingeplant, die von der Partei unterstützten Werbemittel wie Süßigkeiten, Folder und Plakate nutzen. "Dadurch entstehen natürlich höhere Kosten", so Sagartz.

Unverständlich bleibe ihm "weiterhin die Position der SPÖ, dass sie die einzige Partei ist, die hier keine Kosten bekannt gibt. Ich fordere die SPÖ noch einmal auf, diese Wahlkampfkosten offenzulegen, so wie das alle anderen wahlwerbenden Gruppierungen getan haben", sagte der Wahlkampfleiter.