Erstellt am 26. Juni 2012, 11:06

ÖVP will rasche Aufklärung zu Grippemasken. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf hat am Dienstag vor dem Ministerrat eingeräumt, dass die Causa Mensdorff "natürlich unangenehm" sei. Eine Vorverurteilung sei aber auch "nicht richtig". Er forderte die frühere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat und ihren Ehemann Alfons Mensdorff-Pouilly auf, in der Beschaffung der Grippemasken "rasch zur Aufklärung beizutragen".

"Natürlich habe ich damit keine Freude", aber die Vorwürfe betreffen nicht die Partei per se. "Unangenehm ist es allemal", so Kopf vor Journalisten. In letzter Zeit gebe es laufend Vorwürfe gegen Personen am Rande der Politik, sprach sich der ÖVP-Klubchef gegen eine vorschnelle Vorverurteilung aus. Laut Kopf habe Parteiobmann Michael Spindelegger die ehemalige Gesundheitsministerin aufgefordert, zur Aufklärung beizutragen.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "profil" soll Mensdorff-Pouilly auf der Payroll des deutschen Grippemaskenherstellers Dräger gestanden haben - und das just in der Zeit, als Österreich unter der damaligen Gesundheitsministerin Rauch-Kallat Grippemasken anschaffen ließ.