Erstellt am 16. Januar 2013, 11:27

ÖVP wirbt weiter für Wehrpflicht und Zivildienst. Die ÖVP hat sich am Mittwoch anlässlich der Volksbefragung am Sonntag einmal mehr für die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes ins Zeug gelegt.

Bei einer Pressekonferenz bekräftigten gleich drei Vertreter der Volkspartei, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Generalsekretär Hannes Rauch und der Wiener Landesparteichef Manfred Juraczka, ihre Argumente gegen ein Berufsheer und ein freiwilliges Sozialjahr.

Neues gab es dabei nicht wirklich zu hören. Es gehe am 20. Jänner darum, ob man weiter auf ein "bewährtes System" setze oder auf eine "Fata Morgana", betonte Rauch. Würden Wehrpflicht und Zivildienst abgewählt, gebe es kein Zurück mehr, warnte er. Ein Berufsheer aber heiße "rein in die Nato", doppelte Kosten und "Unsicherheit".

Mikl-Leitner bat alle Österreicher, am Sonntag an der Volksbefragung teilzunehmen, denn es handle sich um eine "Jahrhundertentscheidung". Es gehe darum, ob Österreich den bewährten und eigenständigen Weg weitergehe, der darauf aufbaue, füreinander da zu sein, oder "ob wir dem Trend zum Egoismus nachlaufen". Bei einem Berufsheer und einem Sozialjahr würden "die helfenden Hände" ausgehen, befürchtete sie.

Juraczka warb für den Zivildienst, der "unverzichtbar" sei und außerdem wichtig für das Ehrenamt. Es sei erstaunlich, dass die politische Linke, die immer nach dem Staat rufe, nicht bereit sei, etwas für den Staat einzubringen.