Erstellt am 22. September 2013, 14:10

Oppositions-Protest wegen Elefantenrunde. Die Opposition hat am Sonntag geschlossen gegen die Absage von Kanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger bei der "Elefantenrunde" im ORF protestiert.

FP-Chef Strache nannte die Absage "feig", Grünen-Spitzenkandidatin Glawischnig "mutlos" und BZÖ-Bündnissprecher Widmann "überheblich". Der ORF will trotz der Absagen an der Sendung festhalten.

SPÖ und ÖVP hatten am Samstagabend in koordinierten Presseaussendungen die Teilnahme ihrer Spitzenkandidaten an der ORF-"Elefantenrunde" am Donnerstag vor der Wahl abgesagt. Für Strache ist das "ein demokratiepolitischer Skandal der Sonderklasse". "Anstatt über die wichtigen Probleme in diesem Land zu sprechen und sich den Argumenten der Opposition zu stellen rennen sie davon", schimpfte der FP-Obmann in einer Aussendung.

Glawischnig findet Regierungsspitze "mutlos"

Für Grünen-Bundessprecherin Glawischnig agiert die Regierungsspitze "mutlos". Sie wirft Faymann und Spindelegger eine Einschränkung demokratischer Entscheidungsmöglichkeiten der Wählerinnen und Wähler vor. Außerdem erinnert sie daran, dass die Kanzler Vranitzky (SPÖ) und Schüssel (ÖVP) sehr wohl an den Diskussionssendungen teilgenommen hätten. "Faymann und Spindelegger werden die Rechnung für ihre Demokratieverweigerung am Wahltag präsentiert bekommen", so Glawischnig.

BZÖ-Bündnissprecher Rainer Widmann kritisierte die "Arroganz, Überheblichkeit und Abgehobenheit" der Regierungsspitze. Auch er sprach in einer Aussendung von "Demokratieverweigerung". "Die Wähler werden sicher aus dem Nichterscheinen der Beiden die richtigen Schlüsse ziehen", meinte Widmann.

Wie angekündigt nicht an der Elefantenrunde teilnehmen wird Frank Stronach. "Wenn Faymann und Spindelegger nicht kommen, macht das keinen Sinn", sagte sein Sprecher der APA am Sonntag.

ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann kündigte auf APA-Anfrage an, trotz der Absagen an der Sendung festzuhalten.