Erstellt am 01. Februar 2014, 12:09

Ortschefs opponieren gegen Raiffeisenbank-Schließungen im Burgenland. Nachdem die Raiffeisenlandesbank Burgenland angekündigt hat, fünf Filialen im Nordburgenland zu schließen, haben am Samstag die SPÖ-Ortschefs von betroffenen Gemeinden dazu Stellung genommen.

 |  NOEN, GEORG HOCHMUTH (APA)
In einer Pressekonferenz in Neusiedl am See erklärte der Bürgermeister von Winden, Erwin Preiner, dass man Unterschriftenaktionen für die Beibehaltung der Filialen in den Gemeinden starten wolle.

Darüber hinaus sollen Gemeinderatsbeschlüsse gegen die Schließungen gefasst werden. Diese hätten zwar keine bindende Wirkung, aber man wolle zumindest Zeichen setzen, so der Bürgermeister von Winden, der für die SPÖ im Nationalrat sitzt.

"Anschlag auf die Nahversorgung der älteren Bevölkerung"


Die SPÖ-Ortschefs kritisierten die Vorgangsweise der Raiffeisenlandesbank als "Anschlag auf die Nahversorgung der älteren Bevölkerung". Den von Raiffeisen angebotenen Shuttle-Dienst in Nachbargemeinden sehe man skeptisch, da es keine Zusage für eine dauerhafte Aufrechterhaltung des Dienstes gebe.

Neben Winden sollen auch die Bankfilialen in Müllendorf, Großhöflein, Zillingtal und Sigleß ab März zusperren. Begründet wird die Maßnahme damit, dass die Bankstellen zu klein für einen optimalen Betrieb seien und ein für die Sicherheit notwendiges Vier-Augen-Prinzip mit nur einem Mitarbeiter nicht möglich wäre. Die Raiffeisenlandesbank verfügt mit mehr als 140 Standorten über das größte Filialnetz im Burgenland.