Erstellt am 17. März 2012, 08:34

Papa-Monat für 228 Väter im öffentlichen Dienst. Die Einführung eines Papa-Monats ist erst kürzlich rund um den Frauentag in Diskussion gestanden - im öffentlichen Dienst gibt es ihn bereits seit genau einem Jahr.

Aufgrund der zweimonatigen Anmeldefrist gilt der März 2011 als Startdatum und seither nutzten 228 Väter die Möglichkeit, nach der Geburt bei ihren Kindern zu Hause zu bleiben.

Frauen- und Beamtenministerin Heinisch-Hosek verspürt durch diese Zahlen jedenfalls "starken Rückenwind" für ihre Forderung nach einem Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft. "In vielen Gesprächen mit den Jungvätern habe ich erfahren: Der Papa-Monat ist eine Bereicherung und macht Lust auf mehr. Und auch diese Tendenz bestätigt sich im öffentlichen Dienst", verweist Heinisch-Hosek gegenüber der APA auf die 228 Väter.

Die meisten von ihnen kommen übrigens aus dem Ressort Inneres (77), gefolgt vom Verteidigungsressort (40), dem Justizressort (29) sowie Unterricht und Kultur (28). In der Finanzverwaltung waren es 23. Weit weniger Männer entschieden sich für den Papa-Monat im Außenministerium (acht), im Wirtschaftsministerium (sieben), im Sozialministerium (sechs) und im Infrastrukturministerium (vier). Im Rechnungshof nahmen zwei Papas das Angebot in Anspruch, im Verwaltungsgerichtshof, im Bundeskanzleramt, Gesundheitsministerium und im Wissenschaftsressort war es je ein Mann.

Für die Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende steht fest: "Das ist ein starker Rückenwind für das Papamonat auch in der Privatwirtschaft." Nach der Verwirrung um ihre Aussagen zu einer Verpflichtung stellt sie klar, dass sie einen Rechtsanspruch für Väter fordert: "Die Verpflichtung richtet sich daher an die Unternehmen: Sie müssen Vätern, die das wollen, den Papa-Monat zugestehen."

Ihr Modell sieht vor, dass dieser eine Monat Kindergeldbezug, der aus der Karenz in den Papa-Monat vorgezogen wird, verfällt, wenn es ein Vater nicht in Anspruch nimmt.