Erstellt am 13. März 2013, 12:12

Papst-Wahl weiter ergebnislos: Schwarzer Rauch. Beim Konklave in Rom haben die Kardinäle am Mittwoch auch im zweiten und dritten Wahlgang noch keinen neuen Papst gewählt.

Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg schwarzer Rauch - als Zeichen, dass bei der Abstimmung kein Name die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen hat.

Wie schon am Dienstag, dem Tag des ersten Wahlganges, waren auch am Mittwoch in den Mittagsstunden tausende Römer auf den Petersplatz gekommen, um die Nachricht miterleben zu können. Am Mittwochnachmittag sind zwei weitere Wahlgänge geplant.

Die Runde am Nachmittag beginnt um 16.00 Uhr. Sollte kein Kandidat die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erhalten, so werden gegen 19.00 Uhr die Stimmzettel beider Wahlrunden gemeinsam verbrannt. Ist bereits der erste Wahlgang am Nachmittag erfolgreich, werden die Wahlzettel sofort verbrannt. Dann könnte zwischen 17.30 und 18.00 Uhr weißer Rauch aufsteigen.

Das Zeichen aus dem Konklave stieg am Mittwochvormittag etwa 20 Minuten früher als erwartet auf. Ursprünglich war mit einem Rauchzeichen um 12.00 Uhr gerechnet worden; um exakt 11.39 Uhr kam der schwarze Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle, wo 115 Kardinäle einen neuen Papst wählen.

Auf dem Petersplatz herrschte gedämpfte Stimmung. Starker Regen und Gerüchte, laut denen es nicht vor dem Abend zu einem Ergebnis der Papst-Wahl kommen werde, sorgten dafür, dass der erwartete Trubel auf dem Petersplatz am Mittwochvormittag ausfiel.

Kleinere Gruppen von Pilgern versammelten sich vor dem Eingang der Peterskirche und richteten ihre Blicke konzentriert auf den Rauchfang der Sixtina. Steigt dort weißer Rauch auf, so ist ein Nachfolger des vor rund zwei Wochen zurückgetretenen Benedikts XVI. gefunden.

Pilger mussten Schlange stehen und vor dem Eingang zum Petersplatz Kontrollen über sich ergehen lassen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden massiv verstärkt. Am Mittwoch waren etwa 1.000 Sicherheitskräfte auf dem Petersplatz und rund um den Vatikan im Einsatz.

Auf dem Platz waren Mitglieder katholischer Verbände, sowie Familien mit Kindern zu sehen. Eine Gruppe belgischer Katholiken schwenkte die Fahne ihres Landes. 15 Ordensschwestern beteten den Rosenkranz. "Wir stammen aus verschiedenen Teilen der Welt", berichtete eine Ordensschwester. Sie bat Fotografen, ihr Gebet nicht zu stören.