Erstellt am 06. Dezember 2012, 13:35

Pendlerpauschale: FPÖ mit eigenem Modell. Die FPÖ hat nun ein eigenes Modell für eine Vereinfachung der Pendlerpauschale vorgelegt. Vorgesehen ist eine kilometerabhängige Lösung und die Integration in eine erhöhte Werbungskostenpauschale.

Ein entsprechender Entschließungsantrag fand am Mittwoch im Nationalrat keine Mehrheit. SPÖ und ÖVP feilen unterdessen noch am gemeinsamen Koalitionsvorschlag.

Nach den Vorstellungen der Freiheitlichen soll es nur noch eine Pauschale (statt der großen und kleinen mit Stufen-Staffel) geben, die mit 30 Cent pro Entfernungskilometer (einfache Strecke Wohnung-Arbeitsstätte) bewertet werden soll. Diese wäre bis 900 Euro (entspricht Entfernungen bis 14 km) in der Werbungskostenpauschale enthalten.

Weitere Entfernungen und effektiv höhere Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel können über die Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. Deckeln will die FPÖ die Absetzbarkeit der Pendlerkosten mit maximal 4.500 Euro pro Jahr als Freibetrag. Kostenersätze des Arbeitgebers wären auf die Ausgaben anzurechnen.

Falls aufgrund eines niedrigen Einkommens keine Steuer anfällt und somit der Freibetrag nicht wirkt, soll jedem Arbeitnehmer, der regelmäßig die Strecke Wohnung-Arbeitsort fährt, mindestens ein Betrag von 328,50 Euro pro Jahr ausbezahlt werden. Derzeit ausgeschlossene Teilzeitkräfte sollen einen aliquotierten Anspruch erhalten, wünschen sich die Freiheitlichen.