Erstellt am 19. Januar 2012, 12:14

Pensionskassen 2011 mit 3% Minus - Kürzung für jeden Sechsten. Die Bezieher von Firmenpensionen müssen heuer zum größten Teil wieder Kürzungen hinnehmen, rund drei Viertel der Pensionsbezieher sind betroffen.

Für rund 50.000 der insgesamt knapp 73.000 Bezieher gibt es Kürzungen von durchschnittlich rund 5 Prozent, gab der Fachverband der Pensionskassen am Donnerstag bekannt.

Für rund 21.000 Bezieher bleibt die von den Pension gleich bzw. wird sie etwas höher. Das Veranlagungsergebnis lag mit drei Prozent im Minus. Für Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky ist dies angesichts des Umfelds ein "sehr achtbares Ergebnis".

Hauptbetroffen von den Kürzungen sind jene rund 12.600 Pensionsbezieher, die mit einem hohen Rechnungszinssatz von mehr als 5,5 Prozent ausgestattet sind. Es handle sich dabei im Wesentlichen um alte Sonderverträge, die in den ersten Jahren nach der Pensionskassen-Einführung aus anderen Systemen in das Pensionskassensystem gekommen seien, so der Fachverband.

Wichtig für das Geschäft sei die Langfristigkeit. Im langjährigen Durchschnitt seit Bestehen der Pensionskassen sei die Performance bei plus 5,5 Prozent gelegen, im 3-Jahres-Durchschnitt waren es plus 4,15 Prozent, im 5-Jahres-Durchschnitt 0,29 Prozent und im Zehnjahreszeitraum 2,7 Prozent, so der Fachverbandsobmann.

Ende 2011 haben die 17 heimischen Pensionskassen ein Vermögen von 15,46 Milliarden Euro verwaltet. Im langjährigen Durchschnitt der vergangenen 21 Jahre (1991 bis 2011) haben die Kassen im Schnitt einen positiven Ertrag von 5,51 Prozent jährlich erzielt.