Erstellt am 15. April 2015, 06:00

von NÖN Redaktion

Steindl: "Jugend ins Boot holen". Kritischer Blick auf Land und EU. Jugendliche wünschen sich Jobs und Wohnungen. Politik lädt zur Mitarbeit ein.

Aktueller Jugendbericht. Landesvize Franz Steindl.  |  NOEN, Millendorfer

Die Grundstimmung hat sich seit der letzten großen burgenländischen Jugendstudie eindeutig verschlechtert, diese wurde allerdings schon vor zehn Jahren durchgeführt. Die aktuelle Studie, für die im Auftrag des Landesjugendreferates 402 Teilnehmer zwischen 14 und 24 Jahren befragt wurden, zeigt eine pessimistische Haltung: So meinen 65 Prozent etwa, dass es in Zukunft schwieriger wird, einen Arbeitsplatz im Burgenland zu bekommen.

Eher skeptisch ist die Jugend auch, wenn es um die Politik geht (siehe Kasten rechts). Dennoch befürworten immerhin 53 Prozent der Befragten die Einführung des Schul-Pflichtfaches „Politische Bildung“.

Für Jugendreferent Franz Steindl ist die Studie ein klarer Auftrag an die Politik: „Es zeigt sich, dass die Jugendlichen dort mitarbeiten, wo sie ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können. Dazu müssen wir noch mehr Möglichkeiten schaffen.“


Aus der Studie

  • Jobchancen im Land: 37 Prozent

  • Politisches Interesse: 35 %

  • Pro EU-Mitgliedschaft: 54 %

  • Pro EU-Osterweiterung: 43 %

Wünsche der Jugend:

  • Günstige Wohnungen: 77 %

  • Mehr Öffi-Verbindungen: 72 %

  • Mehr Freizeitangebote: 69 %

  • Wohnortnahe Arbeit: 64 %