Erstellt am 28. September 2011, 08:26

Pflege: Teuerung in Sicht. REGRESS / An einer Neuauflage des Pflegeregresses wird gearbeitet. Angehörige könnten bald wieder zur Kasse gebeten werden.

Die angespannte Finanzlage des Landes könnte bald schon eine unliebsame Überraschung für die Angehörigen von Pflegebedürftigen bringen: Alles deutet darauf hin, dass hinter den Regierungs-Kulissen bereits an einer Neuauflage des Pflegeregresses gebastelt wird.
Im Büro des zuständigen Soziallandesrates Peter Rezar (SPÖ) heißt es auf BVZ-Anfrage zwar, dass eine Entscheidung „noch lange nicht gefällt“ sei, dass die Wiedereinführung des Angehörigenregresses aber ein Mittel wäre, „um die Kostenexplosion im Pflegebereich zu dämpfen“. Aufgeschlossen zeigt sich auch ÖVP- Sozialsprecher Rudolf Geißler, der jedoch „eine sozial verträgliche Staffelung“ voraussetzt.

Aus gut informierten Kreisen hört man aber, dass die Wiedereinführung auch mit einer zusätzlichen Teuerung verbunden sein könnte. Hierzu verweist man im Büro Rezar auf eine mögliche Obergrenze und auf die einkommensbezogene Staffelung der Kosten. Den – seit der Abschaffung des Regresses im Jahr 2009 – bestehenden Platzproblemen in den burgenländischen Pflegeheimen soll mit mehreren Ausbauprojekten beigekommen werden.

Protest: „Eine unzumutbare Belastung der Betroffenen“

Eine Gegenstimme zu den Polit-Plänen kam bereits vom Katholischen Familienverband, der von „unzumutbaren Mehrfachbelastungen“ sprach. Hilfswerk und Volkshilfe weisen indes auf Pflege-Alternativen hin und warten auf ein Gesamtkonzept.