Erstellt am 25. März 2014, 13:06

Pilz schrieb von "Spindis Ende". Für Aufregung im Internet hat am Dienstag der Grüne Abgeordnete Peter Pilz gesorgt.

VP-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner attackierte Grün-Nationalratsabgeordneten Peter Pilz wegen dessen Anzeigen gegen VP-Bürgermeister scharf. Von der Staatsanwaltschaft wurden alle Anzeigen zurückgelegt. Fotos: Marschik/APA APA12158736 - 03042013 - WIEN - ?STERREICH: Gr?nen-Abgeordneter Peter Pilz sowie BM Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch, 3. April 2013, im Rahmen einer Sondersitzung betreffend die Vergabepraxis im Innenministerium im Parlament in Wien. APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER  |  NOEN, ROLAND SCHLAGER (APA)
Unter dem Titel "Spindi tot" schrieb Pilz im Kurznachrichtendienst Twitter: "Michael Spindelegger ist politisch tot, aber nicht dumm." Die ÖVP reagierte empört. Daraufhin änderte Pilz seinen Eintrag.

"Er weiß, dass die Banken alles von ihm wollen: 100 Prozent Steuergeld, null Mitverantwortung, keinen U-Ausschuss und damit letztlich sein politisches Leben. Die Banken haben Spindelegger klar gemacht: Er kann gegen sie oder mit ihnen untergehen", schrieb Pilz über den Vizekanzler und ÖVP-Obmann. Und weiter: "Spindelegger ist der Frage, wie die Banken ihn exekutiert hätten, jetzt zuvorgekommen. Er lässt sich freiwillig ans Giebelkreuz nageln."

ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel bezeichnete das als "Geschmacklosigkeit sondergleichen". "Das ist sogar für Herrn Pilz eine Entgleisung in neuer Dimension. Er hat sich damit zum Mölzer (FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Anm.) der Grünen disqualifiziert." Blümel forderte Grünen-Chefin Eva Glawischnig auf, "diese Geschmacklosigkeiten" zu stoppen. "Was zu weit geht, geht zu weit."

Pilz erklärte daraufhin, er verstehe die Kritik und änderte seinen Eintrag. Den Titel änderte er auf "Spindis Ende" und im Text schrieb er dann, Spindelegger sei "politisch erledigt".