Erstellt am 07. Oktober 2013, 21:23

Planschen wird teurer. Kanalgesetz / Novelle bringt Gebühren: Poolbesitzer müssen einige hundert Euro zahlen. Gemeinden befürchten Verwaltungsaufwand.

Mehr Transparenz: Landesvize Franz Steindl (M.), SPÖ-Klubchef Christian Illedits (r.) und ÖVP-Klubchef Rudolf Strommer präsentierten die Novelle.  |  NOEN, Vogler

Primär geht es der Landesregierung bei der Novelle des Kanalgesetzes um mehr Transparenz und damit auch mehr Kostengerechtigkeit. Poolbesitzer aber stöhnen auf – denn ab Jänner werden für private Schwimmbecken zusätzliche Gebühren eingehoben. Grund dafür sind die Wassermassen, die bei der Pool-Entleerung den Kanal mit Chlor belasten.

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„Ich habe selbst einen Swimmingpool zuhause“, sagte Landesvize Franz Steindl bei der Präsentation der Neuerungen, „und ich finde es nur gerecht, wenn ich dementsprechend mehr bezahle.“ Gemeinsam mit den beiden Klubchefs Christian Illedits (SPÖ) und Rudolf Strommer (ÖVP) verwies Steindl aber auch auf Neuerungen, mit denen in Zukunft etwa eine überproportionale Erhöhung der privaten Anschlussgebühren vermieden werden soll.

Aufwändige Kontrolle der „Pool-Verordnung“? 

Zugleich wird mit der Novelle eine „Entbürokratisierung“ angekündigt, um die Kommunen in Sachen Verwaltung zu entlasten. Gerade hier gibt es in größeren Gemeinden und Städten aber bereits Gegenstimmen: Durch die Kontrolle der Poolbesitzer könne ein Mehraufwand entstehen, der sich nicht rechnen würde, heißt es.
 


Die Neuerungen

  • Für private Schwimmbecken (ab einer Größe von zehn Kubikmetern) fallen künftig ebenfalls Gebühren an.
  • Das Auffangen von Regenwasser für Bewässerung oder Toilettenspülungen wird nun erlaubt.
  • Die neuerliche Ermittlung der jeweiligen Berechnungsflächen soll mehr Transparenz und in den einzelnen Fällen auch geringere Anschlussbeiträge bringen.
  • Gastgewerbe- und Fleischerbetriebe mit Fettabscheide-Anlagen zahlen weniger Gebühren.