Erstellt am 21. August 2011, 09:12

Platter fordert Bundesregierung zum "Gasgeben" auf. Tirols Landeshauptmann Platter fordert die Bundesregierung zum "Gasgeben" auf. Die Bevölkerung müsse spüren, dass etwas weitergehe, sagte Platter im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA).

Zur derzeitigen Koalition sehe er "keine Alternative", trotzdem wolle er die FPÖ als Koalitionspartner einer künftigen Regierung "nicht gänzlich ausschließen". Im Hinblick auf die Verurteilung des Kärntner LHStv. Scheuch und positive Stimmen aus der FPÖ für den ausgeschlossenen Tiroler Abg. Königshofer sei Bundesparteiobmann Strache gefordert, für Ordnung zu sorgen: "Die FPÖ-Führung muss selbst wissen, was zu tun ist", meinte Platter. Die Äußerungen von FP-Nationalratspräsident Graf würden allerdings auf einen Stellungskampf innerhalb der FPÖ hindeuten, sagte der Landeshauptmann. Die Kritik an der Justiz und am Bundespräsidenten sei "beschämend".

ÖVP-Bundesparteiobmann Spindelegger sei "ein solider Arbeiter und kein populistischer Schlagzeilen-Politiker", betonte Platter. Bei offenen Fragen verwies er unter anderem auf den "sehr lauten Aufschrei" der Universitätsrektoren. Er verstehe nicht, dass sich die SPÖ gegen sozial gestaffelte Studiengebühren wehre.

Auch seine Partei wiederum sollte etwa bei Bildungsfragen keine unüberwindbaren Hürden aufbauen. Im Bereich der Neuen Mittelschule habe sich seine Partei zum positiven geöffnet. Platter forderte einen zügigen und flächendeckenden Ausbau.

Für den Herbst kündigte Platter unter anderem eine Energie-Offensive der Tiroler Landesregierung an. Neben dem Ausbau der Wasserkraft sollen bei einer gemeinsamen Klausur am 14. September die Themen Wohnen und Bildung im Mittelpunkt stehen. Die Bevölkerung solle erkennen, dass ÖVP und SPÖ gemeinsam positive Akzente für das Land setzten.