Erstellt am 21. November 2012, 00:00

Poker um Ärzte. Neue Verträge / Aus für Pragmatisierungen in Gemeinde-Ordinationen. Während die Verhandlungen laufen, droht generell ein Ärztemangel.

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Als eine der Maßnahmen im Zuge der Verwaltungsreform haben Landeschef Hans Niessl und sein Vize Franz Steindl bereits das Ende der Pragmatisierungen auf Gemeindeebene angekündigt. Dabei geht es nicht nur um die Amtmänner und -frauen, sondern auch um die Kreis- und Gemeindeärzte. Zwischen Land, Ärztekammer und Gemeindevertretern gehen die Verhandlungen nun in die Endphase.

Junge Ärzte als Hoffungsträger

Im Büro von Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) verweist man in diesem Zusammenhang auf die laufenden Gespräche. Derzeit wird vor allem um die neuen Verträge diskutiert, mit denen alle Leistungen der künftigen Gemeindeärzte abgedeckt werden können. Burgenlands Kammer-Präsident Michael Lang, der zuletzt gegen die geplante Gesundheitsreform des Bundes mobil machte, warnt zwar vor einem generell drohenden Ärztemangel in den Gemeinden, sieht mit den neuen Möglichkeiten auf Werksvertragsbasis aber eine Chance für junge Mediziner, „die nicht beamtet in einem weniger starren System“ arbeiten wollen.
Und tatsächlich klagen die Bürgermeister mancherorts bereits über leer stehende Ordinationen in ihren Gemeinden. Derzeit gibt es im Burgenland noch rund 100 Gemeindeärzte.