Erstellt am 10. Juli 2013, 07:58

Polit-Geplänkel um WiBAG. Aufsichtsrat-Rückzug | Ausscheiden der Politik sorgt für Spekulationen um eine „Zeitbombe“. WiBAG-Vorstand: „Finanzen sind in Ordnung.“

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Von Wolfgang Millendorfer

Mit ihrem kurzfristig angekündigten Abgang aus dem Aufsichtsrat der Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) sorgte die Landesspitze bei den politischen Gegnern für Spekulationen. Wie berichtet, wollen sich Landeschef Hans Niessl und Landesvize Franz Steindl „künftig anderen Wirtschaftsfragen zuwenden“ und haben an die Nachfolger Kurt Löffler und Hans-Peter Weiss übergeben.

Die Liste Burgenland spekulierte in der Vorwoche zum Abgang der beiden Politiker: „Die Mitglieder der Regierung sind auch sonst fast flächendeckend in allen wichtigen Gremien des Landes vertreten. Warum hat man sich aus der WiBAG zurückgezogen?“ Jetzt orten die LBL-Sprecher Manfred Kölly und Wolfgang Rauter eine „Zeitbombe“ für die Landeskassen.

„Völliger Unsinn“, heißt es dazu aus den Regierungsbüros. WiBAG-Vorstand Günter Perner bestätigt gegenüber der BVZ: „Das Ausscheiden der Politik aus dem Aufsichtsrat war schon länger geplant. Es ist der Zeitgeist, dass hier nun Experten aus der Wirtschaft am Zug sind.“ Die Gerüchte um ein „Finanzloch“ lässt Perner nicht gelten: „Mit der Finanzsituation der WiBAG ist alles in Ordnung. Es ist auch toll, was bislang mit den Mitteln im ganzen Land geschaffen wurde.“

Als künftige Herausforderung für die WiBAG sieht Perner die Änderungen in der Förderlandschaft. Eine mögliche und bereits von der Politik angekündigte Zusammenlegung mit dem Regionalmanagement ist zurzeit übrigens kein Thema.