Erstellt am 09. April 2014, 10:46

von Wolfgang Millendorfer

Polit-Streit um Julia Dujmovits. Schulveranstaltungen mit der Olympiasiegerin wurden von EU-Kandidat und LSR-Mitarbeiter Heinz Zitz (SPÖ) moderiert. Antwort auf Kritik: „Ich muss meinen Job machen.“

Schulbesuche als Aufreger: Landesschulratspräsident Gerhard Resch, Landeschef Hans Niessl, Olympiasiegerin Julia Dujmovits und EU-Kandidat Heinz Josef Zitz (v.l.) in der NMS Frauenkirchen. Foto: Nicole Thüringer  |  NOEN, Nicole Thüringer
Hunderte Schüler jubelten Burgenlands Olympiasiegerin Julia Dujmovits bei Schulbesuchen im Bezirk Neusiedl am See zu (siehe „Treffpunkt“ der dieswöchigen BVZ). Die Motivationsveranstaltungen brachten der SPÖ aber rasch auch politische Diskussionen ein.

Reaktion: VP und Grüne empört

Bereits im Vorfeld der Dujmovits-Tour hatte die Landesschülervertretung von einer „schiefen Optik“ gesprochen. Als Moderator fungierte nämlich Heinz Josef Zitz, der nicht nur Fachinspektor im Landesschulrat, sondern auch SPÖ-Kandidat für die EU-Wahl ist.

ÖVP-Bildungssprecher Christian Sagartz und Grünen-Sprecherin Regina Patrik reagierten ebenfalls empört: Zitz werde ein Auftritt vor wahlberechtigten Jugendlichen ermöglicht, Schüler dürften bei Polit-Debatten jedoch nicht selbst die Moderation übernehmen.

Kein rechtliches Problem

Sowohl Landeschef Hans Niessl, der als Sportreferent mit von der Partie war, als auch der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch betonen: Die Auftritte seien rechtlich kein Problem, Zitz habe zudem bereits früher als Moderator überzeugt.

Auf Anfrage der BVZ meint Zitz: „Von der EU-Wahl war bei den Veranstaltungen überhaupt keine Rede. Und da ich nicht dienstfrei gestellt bin, muss ich ja meinen Job machen. Es gibt zum Beispiel auch Lokalpolitiker, die als Lehrer tätig sind.“