Erstellt am 16. April 2013, 13:53

Politik denkt über neue Kassenleistungen nach. Angesichts der beinahe schuldenfreien Krankenkassen denkt die Politik bereits über neue Leistungen für die Versicherten nach.

Gesundheitsminister Stöger und der Vorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Schelling, können sich mehr Investitionen in die Prävention und in die zahnmedizinische Versorgung vorstellen. Bundeskanzler Faymann sprach von einem "erfolgreichen Weg", der von den Kassen umgesetzt worden sei. Anders als in anderen Ländern seien die Sanierungsmaßnahmen ohne Leistungskürzungen für die Patienten durchgeführt worden.

Als Beispiel für eine bessere zahnmedizinische Versorgung nannte Stöger am Rande des Ministerrates, dass die Kassen künftig mehr für Zahnspangen zahlen könnten. Auch für die psychologische Versorgung und für die Prävention sollten nach Ansicht des Gesundheitsministers mehr ausgegeben werden. Für letzter kann sich Stöger die Schaffung zusätzlicher Einrichtungen vorstellen, auch der schulischen und der betrieblichen Vorsorge sowie der Ernährung sollte mehr Aufmerksamkeit zuteil werden.

Schelling verwies zwar darauf, dass die Kassen immer noch nicht schuldenfrei seien und es deshalb noch nichts zu verteilen gebe. Den Wünschen der Ärzte nach höheren Honoraren und mehr Kassenstellen erteilte er deshalb in Ö1 eine Absage, mehr Geld für Prävention, Kindergesundheit und Zahnmedizin - Zahnregulierungen und Zahnersatz - befürwortet aber auch er. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge will Schelling die Ausgaben um 50 Prozent erhöhen, das würde eine Steigerung von 150 Millionen auf etwa 220 Millionen Euro bedeuten.