Erstellt am 13. Oktober 2010, 14:03

Politik sucht die Jugend. OFFENSIVE / SPÖ und ÖVP setzen verstärkt auf Mitbestimmung. Aufschluss gibt eine Studie zum Polit-Verhalten der Jugendlichen.

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VON WOLFGANG MILLENDORFER
Die Jugendlichen bleiben auch nach der Landtagswahl im Fokus der beiden Großparteien. Daran ändern selbst die jüngsten Zuständigkeits-Debatten zwischen SPÖ und Jugendreferent Franz Steindl nichts. In der Umwerbung der beliebten Zielgruppe gibt es ebenso Übereinstimmungen: SPÖ wie ÖVP stützen ihre Arbeit vor allem auf die Säule der Mitbestimmung.
Die ÖVP stellte am Montag die Neuauflage ihres „Mentoring-Programmes“ vor und setzt auf den Partei-Nachwuchs. Die SPÖ wollte zuletzt generell wissen, was die Jugend von der Politik hält. Der prominente Forscher Bernhard Heinzlmaier erstellte dazu eine Studie, die den Bereich „zwischen politischer Partizipation und Parteidistanz“ auslotet.

Das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit
Demnach zeichne sich Burgenlands Jugend durch „ein hervorstechend großes Interesse an Politik“ aus. Von den 400 befragten 16- bis 24-Jährigen bezeichnen sich 45 Prozent selbst als „sehr“ beziehungsweise „eher interessiert“. Ebenfalls gibt man sich engagiert: Viele der Befragten können sich den Einsatz in einer Hilfsorganisation vorstellen, wissen jedoch wenig über die konkreten Angebote. Bei den Themen liegt hier die Umwelt an erster Stelle, gefolgt von der Arbeitsplatzfrage und der Integrationspolitik.

Zu guter Letzt besagt die Heinzlmaier-Studie auch, dass unter den jungen Burgenländern die SPÖ die beliebteste Partei sei. ÖVP-Chef Franz Steindl zieht in dieser Frage die jüngsten Wahlstatistiken heran und kommt im Falle seiner Partei zu derselben Schlussfolgerung.