Erstellt am 24. März 2015, 14:19

Streit um Schul-Befragung. „Größte Elternbefragung“ soll Schulen fit machen. ÖVP und Grüne kritisieren „Parteipolitik und Suggestiv-Fragen“.

Post vom Land. Die Fragebögen gingen an alle Eltern. Foto: Müllner  |  NOEN, Werner Müllner
Die Eltern aller 32.500 burgenländischen Schüler sollen mit den Fragebögen erreicht werden, die dieser Tage in die Häuser flatterten.

Mit der bislang größten Elternbefragung wolle man das Schulwesen fit für die Zukunft machen, präsentierten Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrätin Verena Dunst und der amtsführende Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz die Aktion.

Im Vorfeld gab es heftige Kritik seitens der ÖVP: Landesgeschäftsführer Christian Sagartz spricht von einer „verpassten Chance“. Zum einen sei VP-Bildungslandesrätin Michaela Resetar nicht eingebunden, zum anderen werde „mit Suggestivfragen über die Hintertür Werbung für die Gemeinsame Schule gemacht“.

Elternvereins-Obmann spart nicht mit Kritik

Die Grünen bezweifeln „die bildungspolitische Ernsthaftigkeit der teuren Befragung“ und stellen im Landtag eine Anfrage an Niessl. Auch Schulrats-Vize Johannes Fenz stellt die Frage nach einer „politischen Provokation“.

Alfred Handschuh, Obmann der Elternvereine, lobt zwar die Aktion, bemängelt aber mangelnde Einbindung. „Negativ ist auch, dass die Beantwortung als verpflichtend dargestellt wird, womit Druck auf die Eltern ausgeübt wird“, so Handschuh.

Die SPÖ sieht einen „peinlichen schwarz-grünen Paarlauf“ und verweist auf die Ressortzuständigkeit: „Auf Initiative des Landeshauptmannes sollen Eltern in die Entwicklung des Angebotes eingebunden werden.“