Erstellt am 17. April 2014, 15:40

Polizei: SP gegen Abkommandierungen. Die SPÖ hat am Donnerstag die Aufhebung der Abkommandierungen von Polizisten aus dem Burgenland gefordert.

SPÖ-Sicherheitssprecher LAbg. Ewald Schnecker. Foto: SPÖ-Klub  |  NOEN, SPÖ-Klub
"Derzeit sind 70 bis 80 Kollegen aus dem Burgenland in anderen Bundesländern dienstzugeteilt", erklärte SPÖ-Sicherheitssprecher Ewald Schnecker. Rechne man pro Kopf und Jahr 1.600 Einsatzstunden, würden dem Burgenland jährlich zumindest 100.000 Stunden Polizeiarbeit entzogen, so Schnecker.

Streifendienst "kleineres Übel", Versetzungen "falscher Weg"

Mit 1. Juli würden die Schließungen von zwölf Polizeidienststellen im Burgenland schlagend. Er vermute, dass kommendes Jahr die Auflassung der Bezirksleitstellen vollzogen werde.

"Wenn diese Maßnahme dazu führt, dass man Kollegen in den Streifendienst bringt, dann ist das das kleinere Übel", meinte Schnecker. Führe die Maßnahme jedoch dazu, dass weitere Beamte aus dem Burgenland versetzt würden, "dann ist das der falsche Weg".

Eine "unprofessionelle Vorgangsweise" des Innenministeriums ortet Schnecker rund um die Errichtung des Schubhaftzentrums Vordernberg: Dort habe das Innenressort "offenbar vergessen", notwendige Planstellen bereitzustellen.

Zusammenarbeit sei nun das Gebot der Stunde

"In aller Eile" müssten nun die Bundesländer Planstellen zur Verfügung stellen. Das Burgenland sei mit sechs Stellen betroffen. "Man kann nicht ganz neu ein Schubhaftzentrum bauen und darauf vergessen, das Personal einzustellen", meinte Schnecker.

"Die Burgenländer können auch in Zukunft darauf vertrauen, dass im Ernstfall die Sicherheitskräfte rasch vor Ort sind und die richtigen Schritte setzen", sagte ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer in einer Aussendung.

Zusammenarbeit auf allen Ebenen sei ein Gebot der Stunde. Die "Seitenhiebe" von Schnecker auf das Innenministerium seien daher "mehr als entbehrlich und einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit abträglich", erklärte Strommer.