Erstellt am 08. August 2012, 13:12

Postler könnten künftig Pädagogen entlasten. Lehrer sollen im Zuge des neuen Dienstrechts von administrativen Aufgaben entlastet werden, darin sind sich Regierung und Lehrergewerkschaft einig. Dazu könnten Mitarbeiter staatsnaher Betriebe wie Post oder A1 in die Schulverwaltung wechseln.

Völlig unklar ist, wie viele Personen dabei eingesetzt werden könnten - laut Gewerkschaft wären 13.500 nötig, um den OECD-Schnitt zu erreichen. Bei A1 soll es laut dem Bericht bis zu hundert Wechselwillige geben. Vorstellbar wäre etwa die Versetzung von IT-Fachleuten, um EDV-Systeme an Schulen zu betreuen. Bis Ende 2011 seien bereits 264 der 9.300 A1-Mitarbeiter zu Polizei, Justiz oder Finanz gewechselt. Von der Post haben sich bisher 331 Mitarbeiter versetzen lassen, hunderte Postler könnten zum Wechsel in Schulen bereit sein.

"Wir würden gerne möglichst viele nehmen, aber das muss auch finanziert werden", heißt es im Büro von Unterrichtsministerin Schmied. "Das Finanzministerium muss sagen, ob es ihm das wert ist oder nicht." Dort will man keinen Kommentar abgeben. Wie viele Mitarbeiter staatsnaher Betriebe künftig an Schulen arbeiten könnten, hängt laut Unterrichtsministerium vom Verlauf der Lehrerdienstrechtsverhandlungen ab - konkret davon, wie viel Geld am Ende übrigbleibt, um solches Unterstützungspersonal zu finanzieren.

Aus dem Büro von Beamtenministerin Heinisch-Hosek heißt es, sie forciere grundsätzlich Mobilitätsprojekte. In einer aktuellen Anfragebeantwortung erklärt sie, dass es sich bei der Überlegung, Post- und Telekom-Beamte in der Schulverwaltung einzusetzen, um eine weitere Idee zu den bereits laufenden Projekten handelt. Konkrete Überlegungen dazu liegen derzeit aber nicht vor.