Erstellt am 13. Oktober 2010, 13:49

Prävention in der Schule ist zu spät. JUGEND UND SUCHT / Je besser die Information, desto weniger Suchtprobleme gibt es. Eltern sollten ihren Kindern Vorbild sein.

Junge Frau mit Alkohol [ (c) www.BilderBox.com, Erwin Wodicka, Siedlerzeile 3, A-4062 Thening, Tel. + 43 676 5103678.Verwendung nur gegen HONORAR, BELEG, URHEBERVERMERK nach AGBs auf bilderbox.com], 15ff, Altersgruppe, ejw, Erstwähler, Erwachsener, Frau, Frauen, Freizeit, Generation, Gesellschaft, Halbwüchsige, Heranwachsen, Jahre, Jugend, Jugendliche, Jugendlichen, Jugendlicher, Jugendliches, jung, Junge, Junge Leute, Junge Menschen, jungen, junges, Jungwähler, Mensch, Menschheit, omars, Person, Personen, pubertär, pubertären, Pubertät, Teenager, Teenes, Teens, Youngster, Youngsters, aktiv, aktive, aktiven, aktiver, aktives, Ausgleich, durst, durstig, durstigen, durstiger, durstiges, durtige, Freizeitaktivitaet, Freizeitaktivitaeten, Freizeitaktivität, Freizeitaktivitäten, Freizeitbeschaeftigung, Freizeitbeschaeftigungen, Freizeitbeschäftigung, Freizeitbeschäftigungen, Trinken, trinkend, trinkende, trinkendem, trinkender, trinkendes, trinkenen, trinkt, vital, vitale, vitalen, abhaengig, Abhaengige, Abhaengiger, Abhaengigkeit, Abhaengigsein, abhängig, Abhängige, Abhängiger, Abhängigkeit, Abhängigsein, Alkoholabgabe, Alkoholabhaengig, Alkoholabhaengige, Alkoholabhaengiger, Alkoholabhängig, Alkoholabhängiger, Alkoholabhänige, Alkoholiker, alkoholisch, alkoholischen, alkoholischer, alkoholisiert, Alkoholisierte, Alkoholisierter, Alkoholismus, Alkoholkonsum, Alkoholkrank, Alkoholkranke, Alkoholkranker, Alkoholmissbrauch, Alkoholmißbrauch, Alkoholproblem, Alkoholsteuer, Alkoholsucht, Alkoholsüchtig, Alkoholsüchtige, Alkoholsüchtiger, Alkoholsuechige, Alkoholsuechtig, Alkoholsuechtiger, antrinken, Beschwerden, betrinken, Betrunken, Betrunkene, Betrunkenen, Betrunkener, Betrunkensein, Diagnose, Diagnosen, drink, Droge, Drogen, Drogen abhaengig, Drogen abhängig, Drogenabhaengig, Drogenabhängig, Drogenkonsum, Drogenkonsument, Drogenkrank, Drogenkranker, Drogenkrankheit, Drogenmissbrauch, Drogenmißbrauch, Drogenproblem, Drogenrausch, Drogenscene, Drogensucht, Drogensüchtige,  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
VON HELGA OSTERMAYER UND KATHARINA TSCHÜRTZ
Das Land Niederösterreich präsentierte vor kurzem eine Studie über das Suchtverhalten von Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren. Diese Studie ist repräsentativ für ganz Österreich. Die Meinung im Bezirk? Vor allem bereits in der Kindheit sollte Prävention gemacht werden. „Man muss sich mit den Ängsten der Kinder auseinandersetzen. Altersgerechte Grenzen zu setzen und gleichzeitig das Selbstvertrauen der Kinder zu fördern, ist ganz wichtig. Wer sich selbst vertrauen kann, muss nicht auf Suchtmittel vertrauen“, berichtet Mag. Silvia Pinter, Klinische und Gesundheitspsychologin sowie Suchtpsychotherapeutin aus Schattendorf, und fügt hinzu: „Eltern sollten sich über die verschiedenen Drogen und Verhaltenssüchte informieren und Vorbild und Modellfigur für ihr Kind sein. Kinder, die in Familien mit einem Suchtproblem aufwachsen, sind stark gefährdet, selbst eine Sucht zu entwickeln.“

„Für Suchtprävention wird zu wenig getan“
Günther Kroiss, Pfarrer und Obmann von „2getthere“ meint, dass „für Suchtprävention zuwenig getan wird. Sie sollte schon in frühester Kindheit passieren. Die Schule ist jedoch nicht der richtige Ort dafür, hier kann nur mehr Schadensbegrenzung betrieben werden. Kinder müssen lernen, mit Langeweile umzugehen. Die Familien gehören gestärkt.“

Dr. Elfriede Jud, Leiterin der Schulpsychologie und Bildungsberatung Burgenland: „Die beste Drogenprävention ist die Stärkung der Persönlichkeit, die Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen, für Krisen und Belastungen viele Strategien zur Verfügung zu haben und das Gefühl der Zugehörigkeit und der Sinnhaftigkeit. Meiner Meinung nach wird an den Schulen bezüglich Aufklärung über Suchtverhalten mit diversen Projekten und bedarfsorientierten Angeboten viel getan.“

In den Schulen wird das Thema Sucht zwar im Unterricht teilweise behandelt, jedoch wird für die detaillierte Auseinandersetzung mit Rauschmitteln oft externe Hilfe angefordert. „Wir arbeiten dabei eng mit der Polizei zusammen, die Vorträge an unserer Schule hält. Zudem gibt es eine Serie von Unterrichtseinheiten, in denen Fachleute mit den Schülern über das Thema sprechen“, berichtet Herbert Albert, Direktor der Hauptschule Güssing.

An der polytechnischen Schule in Neusiedl wird mit dem Thema Suchtverhalten individuell umgegangen. „Wir versuchen, den Schülern Alternativen zu Suchtmitteln zu bieten, wie etwa Sport. Wenn der Verdacht auf Suchtverhalten besteht, wird der Schüler zum Schularzt geschickt, wir sprechen mit ihm und seinen Eltern. Es gibt die Möglichkeit, anonym einen Drogentest zu machen. Dabei gilt: Besser einmal zu viel als einmal zu wenig“, so Schulleiter Harald Klein.

Anlässlich der Koma-Sauf-Problematik wurde an der HAK in Mattersburg verstärkt auf das Thema eingegangen. „Wir haben vermehrt im Fächerübergreifenden Unterricht das Thema angesprochen und versucht mit den Schülern aufzuarbeiten. Wichtig ist meiner Meinung nach die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schülern und Lehrern. Anzeichen für Suchtverhalten gibt es in unserer Schule nur in Einzelfällen“, berichte die kaufmännische Lehrerin Sonja Grafl.