Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Proteste gegen Ortstaxe. ZU HOCH / Die Wirtschaftskammer wehrt sich nach wie vor gegen die Erhöhung der Ortstaxe von 0,90 Euro auf 1,50 Euro.

Spartenobmann Josef Sagmeister und Spartengeschäftsführer Franz Perner (v.l.) stießen mit Versuchen, die Erhöhung der Ortstaxe zumindest etappenweise einzuführen, bei den verantwortlichen Politikern auf taube Ohren. SEEBACHER  |  NOEN
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VON DORIS SEEBACHER

Bereits seit Jahresanfang wird über die Erhöhung der Ortstaxe, die (fast) jeder Nächtigungsgast zusätzlich zu seinem Hotelzimmer bezahlen muss, diskutiert. Denn diese soll ab 2012 von 90 Cent auf 1,50 Euro angehoben werden. Ebenso lange versucht die Wirtschaftskammer Burgenland, diese Erhöhung noch irgendwie aufhalten zu können. Jedoch: „Trotz intensiver Bemühungen und mehreren Verhandlungen wurden die Vorschläge der Betriebe nicht berücksichtigt“, so Spartenobmann Josef Sagmeister. Spartengeschäftsführer Franz Perner: „Wenn schon jetzt darauf geachtet würde, dass all jene, die verpflichtet sind, Ortstaxe zu bezahlen, diese auch ordnungsgemäß entrichten, wäre eine Erhöhung nicht notwendig“, und nennt als Beispiel Campingplätze.

Beim Burgenlandtourismus rechtfertigt man die Erhöhung so: „Die Mittel aus der Ortstaxe sollen beitragen, die Dachmarke Burgenland mit gezielten Imagekampagnen und verkaufsorientierten Werbekampagnen bekannter zu machen“, so Burgenlandtourismus-Chef Mario Baier.

In der Wirtschaftskammer hofft man nun „dass bis zum 29. September, wenn das Tourismusgesetz im Landtag behandelt wird, noch Vernunft einkehrt“, so Perner.