Erstellt am 31. Januar 2013, 13:24

PVA erfragt Versicherungszeiten der Österreicher. 2,4 Millionen Österreicher bekommen heuer Post von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Der Grund: Ab 2014 wird es Ernst mit dem neuen Pensionskonto für alle.

Im Zuge der Umstellung fragt die PVA bei jenen nach, deren Versicherungszeiten Lücken aufweisen. Fahrplan und Prozedere wurden am Donnerstag präsentiert, wobei Sozialminister Hundstorfer zur Mitwirkung bei dem "Riesenvorhaben" aufrief.

Mit dem transparenten Pensionskonto entfällt die Parallelrechnung zwischen großzügigerem alten und neuem, rigiderem Pensionsrecht. Im alten Recht erworbene Ansprüche werden als Kontogutschrift umgerechnet, womit man künftig tatsächlich einen unmittelbaren Eindruck haben wird, wie viel einen an Pension erwartet. Die Einsicht wird auch online möglich sein. Betroffen sind alle Jahrgänge ab 1955.

Doch bei 2,4 Millionen von insgesamt 3,6 Millionen Konten "fehlen irgendwelche Versicherungszeiten", wie PVA-Obmann Manfred Felix ausführte. Rund 700.000 davon beträfen anrechenbare Kindererziehungszeiten, der Rest Dienstzeiten, die es nicht ins PVA-System geschafft haben oder aber auch Ausbildungszeiten oder Präsenz- bzw. Zivildienst.

Der Haken: Was in der "Kontoerstgutschrift" fehlt, könnte die Pensionshöhe vermindern, warnt die PVA. Deshalb schickt sie den Betroffenen nun einen Versicherungsdatenauszug sowie einen "Antrag auf Ergänzung der Versicherungszeiten", in dem man Nachträge geltend machen kann.

Das Ganze geht nach Jahrgängen gestaffelt vor sich. Im November 2012 wurden die Jahrgänge 1958 bis 1959 angeschrieben, im Jänner 2013 sind von 1960 bis 1965 Geborene an der Reihe. Bei bisher rund 300.000 verschickten Briefen hat man rund 50.000 Antworten erhalten, was Felix "nicht schlecht" findet. Wer auf das Erstschreiben nicht reagiert, erhält im Herbst noch einmal eine Erinnerung.

Hundstorfer und Felix strichen die mannigfaltigen Vorteile des Pensionskontos hervor. Künftig soll jeder mehr oder weniger auf einen Blick nicht nur feststellen können, was er bereits eingezahlt hat, sondern auch, wie hoch seine Pension zu einem bestimmten Pensionsantritt wäre.