Erstellt am 14. August 2013, 00:00

„Raus aus Illegalität“. Lizenzen / 236 „offizielle“ Automaten im Burgenland. Trotz Kritik am Gesetz sieht die Regierung nun „bessere Kontrolle“.

Von Wolfgang Millendorfer

Im Grunde spricht sich die SPÖ ja gegen das „kleine Glücksspiel“ aus. So steht es – unter dem Motto „Game over“ – im aktuellen Bundes-Wahlprogramm. Dennoch wurden vom Land nun offiziell die Lizenzen für das Aufstellen von Automaten vergeben. Das dazugehörige, im Landtag beschlossene Gesetz hat bis heute Kritiker.

Im Zuge einer Ausschreibung bekamen drei Glücksspiel-Unternehmen die Genehmigung zur Aufstellung von insgesamt 236 Automaten – 110 davon in Automatensalons und 126 in Gastgewerbebetrieben. Dass die SPÖ im Landtag gemeinsam mit der ÖVP dafür gestimmt hat, ist für SP-Klubobmann Christian Illedits kein direkter Widerspruch zum Wahlprogramm: „Das Gesetz wurde bereits im Jahr 2011 beschlossen, ähnlich wie auch in drei anderen Ländern. Sollte es in Zukunft eine bundesweite Regelung geben, dann sind wir natürlich für alles offen.“

Zuständig für die Lizenzvergabe ist ÖVP-Landesrätin Michaela Resetar, die betont: „Im Vergleich zu den Bundesregelungen gibt es im Burgenland verschärften Spielerschutz.“ Das sei nicht zuletzt auch bei der Ausschreibung beachtet worden. Sowohl bei der Spieldauer als auch bei der Personen- und Jugendkontrolle gelten somit strengere Regelungen.

Reimon Kritik:  „Verharmlosung“

Kritik gibt es aber vor allem von den Grünen. Michel Reimon: „Damit verharmlosen SPÖ und ÖVP das ,kleine Glücksspiel‘.“ Für Illedits gilt das Gegenteil. Das Gesetz sei ein wichtiger Schritt aus der Illegalität: Statt der 700 illegalen Automaten gäbe es nun 236, die streng kontrolliert würden.