Erstellt am 11. Juli 2016, 14:08

Keine Neuverschuldung. Im Burgenland ist beim Rechnungsabschluss 2015 laut Finanzlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) eine "Punktlandung" gelungen.

Geld!
Von Peter Rosei
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Man habe es geschafft, "keine Neuverschuldung zu machen, gleichzeitig haben wir einen sehr hohen Maastricht-Überschuss erwirtschaftet", teilte er bei einer Pressekonferenz am Montag in Eisenstadt mit. Der Gesamtschuldenstand beträgt wie im Jahr 2014 278 Millionen Euro.

Die Gründe für das erfreuliche Ergebnis seien u.a. eine restriktive Handhabung der Aufhebung von Kreditsperren sowie ein effizientes Personalmanagement, erläuterte Bieler. 2014 betrug die Neuverschuldung drei Millionen Euro.

Im Rechnungsabschluss 2015 wurden nun alle Haftungen auf die einzelnen Haftungsnehmer aufgeschlüsselt. Der Stand der Haftungen sei von rund 500,1 Millionen Euro im Rechnungsabschluss 2014 auf rund 494,6 Millionen Euro und somit um 5,5 Millionen Euro reduziert worden. Der Stand der Ausfallsbürgschaft gegenüber der Bank Burgenland habe sich im gleichen Zeitraum von rund 1,7 Milliarden Euro auf rund 1,1 Milliarden Euro reduziert. Außerdem wurden die Beteiligungen des Landes inklusive der Vereine aufgelistet. Damit sei man den Forderungen des Rechnungshofs nachgekommen, berichtete der Finanzlandesrat.

2015: Überschuss von 99 Millionen

Im Jahr 2015 wurde laut Bieler ein Überschuss im Kernhaushalt in der Höhe von rund 99 Millionen Euro erreicht. Inklusive der ausgegliederten Einheiten nach ESVG 2010 ergebe sich somit ein Gesamtüberschuss nach Maastricht von rund 71 Millionen Euro (bei einem vorgegebenen Überschuss von rund zwei Millionen Euro, Anm.).

Laut Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ), zuständig für die Buchhaltung, wurden "alle Zielvorgaben" erfüllt. Eine Änderung gibt es für die geplante Umstellung von Kameralistik auf die doppische Haushaltsführung des Landes. Der anvisierte Zeitplan, sowohl den Landesvoranschlag und den Rechnungsabschluss 2018 bereits nach doppischen Grundsätzen zu erstellen, hält nicht. Erst der Landesvoranschlag 2019 werde nach doppischen Grundsätzen erstellt. Grund für die Planänderung seien Vorgaben des Bundes, die noch nicht ganz klar seien, hieß es auf APA-Nachfrage aus ihrem Büro.

Eine Arbeitsgruppe arbeite bereits intensiv an der geplanten Einführung der Doppik.