Erstellt am 04. Juni 2013, 13:27

Regierung beschloss attraktiveren Zivildienst. Die Regierung hat eine Attraktivierung für den Zivildienst beschlossen.

Derzeit erhalten nur Zivildiener in Rettungsorganisationen eine Ausbildung im Rahmen ihres Zivildienstes (zum Sanitäter). Künftig sollen auch andere Einrichtungen, wie beispielsweise Alten- oder Behindertenbetreuungsorganisationen, eine fachspezifische Ausbildung anbieten. Die Einrichtungen bekommen eine Förderung des Bundes.

Ziel sei es, durch diese Förderungsmöglichkeit den Einrichtungen Anreize zu geben, "damit sie verstärkt Ausbildungen in diesen Bereichen anbieten", so Innenministerin Mikl-Leitner nach der Regierungssitzung in einer Aussendung. Das Innenministerium leistet mit dem Sozialministerium einen Ausbildungsbeitrag von 70 Prozent der Ausbildungskosten bis zu maximal 1.700 Euro, den Zivildiensteinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen geltend machen können.

Außerdem sollen künftig jene Männer, die bereits vor dem Zivildienst eine Berufsausbildung in einer Zivildienstsparte abgeschlossen haben, auch qualifiziert eingesetzt werden - vorausgesetzt der höherwertige Einsatz erfolgt einvernehmlich.

Mit dem heutigen Beschluss werde sichergestellt, "dass das derzeit bestehende System des Zivildienstes noch attraktiver und besser wird", sagte Mikl-Leitner. Sozialminister Hundstorfer ergänzte, dadurch werde der Zivildienst - "durch verstärkte und verbesserte Ausbildung" - zum "Sprungbrett für eine Beschäftigung im Gesundheits- oder Sozialbereich auch für junge Männer".

Auch das Freiwillige soziale Jahr wird aufgewertet: Durch die Öffnung für Rettungsdienste können künftig Frauen ihr Sozialjahr auch bei der Rettung absolvieren. Das Paket soll per 1. Oktober in Kraft treten.