Erstellt am 27. September 2011, 11:01

Regierung gibt sich einmütig. Die Regierungsmitglieder sind nach den Dissonanzen der vergangenen Tage innerhalb der Koalition darum bemüht, die Wogen zu glätten

Das Klima sei "konstruktiv" und "weit weg" von der Stimmung der vorangegangen SPÖ-ÖVP-Koalition, so Sozialminister Hundstorfer vor dem Ministerrat. Vizekanzler Spindelegger wollte keinen Streit in der Koalition erkennen, daher brauche es auch keinen Friedenschluss.

Freilich räumten die Regierungsmitglieder Differenzen ein: "Es kann schon sein, dass es von Zeit zu Zeit ein bisschen ächzt und ein bisschen bewölkt ist", sagte Hundstorfer. Er verwies aber - wie auch Innenministerin Mikl-Leitner auf die gute Sacharbeit. Letztere räumte allerdings ein, dass es "selbstverständlich einigen Aufklärungsbedarf" gebe.

Von einer Krise wollte auch Gesundheitsminister Stöger nichts wissen: Das Klima sei "gut". "Wir arbeiten gut zusammen."

Etwas kritischer gaben sich die beiden Klubobmänner der Koalitionsparteien. ÖVP-Klubchef Kopf erklärte, die Koalition sei ja keine Liebesheirat gewesen, sonst hätte man ja die Parteien fusionieren können. Die Probleme müssten nun gemeinsam gelöst werden. "Wir haben miteinander zu können", so Kopf. Er habe jedenfalls keine Lust, jeden Tag über die Befindlichkeiten zu diskutieren - er glaube auch nicht, dass das die Bevölkerung interessiert.

SPÖ-Kluboobmann Cap sagte, die Koalition habe noch sehr viel vom Regierungsprogramm zu absolvieren, bei der Zusammenarbeit gebe es eben manchmal mehr, manchmal weniger Emotion.