Erstellt am 06. März 2013, 12:04

Regierung: ÖVP-Vertrauensvorschuss für Klug. Vorsichtig positiv ist der designierte Verteidigungsminister Gerald Klug (S) am Mittwoch von ÖVP-Landespolitikern aufgenommen worden

Weniger freundlich fiel das Urteil über den scheidenden Ressortchef und neuen SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos aus. ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits wertete ihn als "Pleiten-, Pech- und Pannen-Minister". Auch die FPÖ übte Kritik.

Der steirische ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer lobte Klug als "klugen Kopf" und hoffte in einer Aussendung auf eine konsensuale Führung des Verteidigungsressorts durch den bisherigen Fraktionschef der SPÖ im Bundesrat. Lokalpatriotisch freute er sich, "dass die Steirerriege in der Bundesregierung eine Verstärkung erfahren hat".

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (V) gestand Klug einen Vertrauensvorschuss zu. Er hoffe, dass er das klare Ergebnis der Volksbefragung zur Kenntnis nehme und sich rasch um die Umsetzung der Heeresreform und der damit einhergehenden Attraktivierung des Grundwehrdienstes kümmere.

Für Klikovits hat Darabos die Truppe demoralisiert und im stillen Kämmerchen unseriöse Berufsarmee-Konzepte entwickelt, statt Reformen anzugehen. "Der neue Ressortchef wird dem Kader hoffentlich wieder mehr Mut machen und zügig jene Baustellen angehen, die Darabos in sechs Jahren Amtszeit hinterlassen hat. Bei der Wehrpflicht-Reform kann Gerald Klug auf die volle Unterstützung der ÖVP zählen."

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sprach von einem verspäteten Ministerwechsel, der dem Bundesheer ein weiteres Reformjahr stehle. Für Darabos und den in den Volksanwaltschaft wechselnden bisherigen SP-Bundesgeschäftersführer Günther Kräuter gab es unfreundliche Worte: "Der unfähigste SPÖ-Bundesgeschäftsführer aller Zeiten wird jetzt durch den unfähigsten Verteidigungsminister aller Zeiten ersetzt."