Erstellt am 20. Dezember 2012, 14:38

Regierung plant Änderungen im Lehrerdienstrecht. Die Regierung will der Lehrergewerkschaft im neuen Jahr "marginale, aber doch" vorhandene Änderungen in ihren Vorschlägen für die Reform des Lehrerdienstrechts unterbreiten.

"Wir erwarten uns dann selbstverständlich eine große Bewegung von der Gewerkschaft", erklärte Beamtenministerin Heinisch-Hosek am Donnerstag.

In den jüngsten Gesprächen mit Unterrichtsministerin Schmied und Finanzministern Fekter diese Woche habe man die Argumente der Gewerkschaft erneut diskutiert und überlegt, wie man den Wünschen der Lehrervertreter noch entgegenkommen könne, also "nachgeschärft".

In der nächsten politischen Runde im Jänner werde man der Gewerkschaft dann die Vorschläge mitteilen. Diese würden sich "marginal, ab aber doch noch ein bisschen" von dem unterscheiden, was die Gewerkschaft bisher weiß, erklärte Heinisch-Hosek. "Wir glauben, dass dieses Entgegenkommen dazu führen müsste, dass hier nicht mehr abgelehnt werden kann", zeigte sich die Ministerin überzeugt.

Der bisherige Vorschlag der Regierung sah ein Einstiegs-Grundgehalt von 2.420 Euro brutto für alle Lehrer vor, unabhängig von Schultyp oder Fach. Das Einstiegsgehalt der Lehrer läge damit über, das Endgehalt unter dem derzeitigen Verdienst. Allerdings würden nach dem neuen Schema unterschiedliche Zulagen nach Fächern, Schulstufe und Zusatzaufgaben hinzukommen.

Außerdem sieht der Regierungsvorschlag vor, dass Lehrer verpflichtend 24 Stunden pro Woche unterrichten müssen, wobei darunter auch Lernzeiten bei der Tagesbetreuung fallen. Derzeit liegt die Unterrichtsverpflichtung zwischen 20 und 22 Stunden. Die Gewerkschaft hat die Vorschläge bisher als "Lehrer-Sparpaket" abgelehnt und Nachbesserungen verlangt.