Erstellt am 20. Januar 2012, 10:11

Regierung verliert weiter an Vertrauen. Die Finanzkrise setzt der Bundesregierung weiter zu. Im neuen APA/OGM-Vertrauensindex sinken die Werter der meisten Minister. Sowohl Bundeskanzler Faymann als auch Vizekanzler Spindelegger verlieren an Vertrauen in der Bevölkerung.

Den größten Zuwachs an Vertrauen erreichte bemerkenswerterweise Verteidigungsminister Darabos, der seit November um sechs Punkte zulegen konnte.

Allerdings liegt er mit einem Vertrauenswert von minus 35 an vorletzter Stelle. Er hat aber immerhin Beamtenchef Neugebauer überholt. OGM-Chef Bachmayer erklärt den Vertrauenszuwachs von Darabos mit einer "Erholung vom Tiefstwert im November" aufgrund der Entacher-Affäre. Befragt wurden 500 Österreicher, ob sie die prominentesten Bundespolitiker vertrauenswürdig finden.

Den besten Wert mit plus 54 erzielte wie gewohnt Bundespräsident Fischer. Dahinter folgen Nationalratspräsidentin Prammer mit 17 Punkten, Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle mit sieben und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner mit sechs Punkten.

Die Regierungsspitze liegt im Minusbereich, d. h. dass das Misstrauen größer ist als das Vertrauen. Im November 2011 lag Vizekanzler Spindelegger mit fünf Punkten noch im Plusbereich, seit dem hat er aber gleich sechs Punkte verloren. Kanzler Faymann hat zwei Punkte verloren und liegt bei minus vier Punkten. Auch Finanzministerin Fekter verliert an Vertrauen und ist mit minus 20 weiterhin das am schlechtesten platzierte Mitglied des ÖVP-Regierungsteams. Als Hauptursachen für das sinkende Vertrauen vermutet Bachmayer das verlorene Triple A und die geplanten Sparmaßnahmen.

Den größten Vertrauensverlust hat der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf von der FPÖ, der mit minus 54 Punkten auf dem letzten Platz liegt, erlitten. Das zweitgrößte Minus mit sieben Punkten haben FPÖ-Chef Strache und Gesundheitsminister Stöger zu verzeichnen.