Erstellt am 11. Februar 2014, 13:14

Regierung will Kindergeld und Papa-Monat angehen. Die Regierung will "demnächst" die im Regierungsprogramm vorgesehene Reform des Kindergelds zu einem "Kinderbetreuungsgeldkonto" angehen.

APA16913184 - 11022014 - WIEN - …STERREICH: Kulturministerin Gabriele Heinisch-Hosek (r.) und Familienministerin Sophie Karmasin wŠhrend des Pressefoyers nach Ende einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag 11. JŠnner 2014, im Bundeskanzleramt in Wien. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER  |  NOEN, HERBERT PFARRHOFER (APA)

Wie Frauenministerin Heinisch-Hosek am Dienstag im Pressefoyer nach dem Ministerrat sagte, könne hier vielleicht auch der Papa-Monat für die Privatwirtschaft einfließen. Bei der Systemumstellung der derzeit vier Pauschalvarianten des Kindergelds ist im Regierungsprogramm angedacht, dass ein "Kinderbetreuungsgeldkonto" eine Fixsumme enthalten könnte und Dauer wie Bezugshöhe frei wählbar sein sollen.

Laut Familienministerin Karmasin gibt es auch Überlegungen, statt der aktuellen Zuverdienstgrenze beim Kindergeldbezug eine Arbeitszeitgrenze zu schaffen. Man werde das diskutieren, erklärte sie auf eine entsprechende Frage.

Reform der Elternteilzeit geplant

Ein weiteres Thema im Familienbereich, das bald angegangen werden könnte, ist die Reform der Elternteilzeit. Laut Karmasin gibt es dazu zwar noch keine konkreten Pläne, am Donnerstag treffe sie aber (den zuständigen) Sozialminister Hundstorfer.

"Außerordentlich" begrüßt wurde von Heinisch-Hosek die geplante Erhöhung der Familienbeihilfe (ab Juli um vier Prozent, im Jänner 2016 und 2018 je 1,9 Prozent), die nächste Woche in Begutachtung gehen soll. Rasch angehen will die Ministerin auch den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Hier müsse man mit den Ländern schauen, wie sie sich das Geld des Bundes am besten abholen können.

Gute Nachrichten hatte Karmasin für die älteren Jugendlichen zu verkünden: Das sogenannte Top-Jugendticket, mit dem man günstig öffentliche Verkehrsmittel benutzen kann, können seit 1. Februar in ganz Österreich auch jene kaufen, die das freiwillige Sozialjahr absolvieren. Die Regierung überlegt auch eine Ausweitung auf Studenten.