Erstellt am 15. Januar 2015, 14:09

von Wolfgang Millendorfer

„Ehekrise“ wegen Süd-Manager. Nachdem Rudolf Luipersbeck den Job als Südburgenland-Manager abgelehnt hat, sind sich SPÖ und ÖVP gehörig in die Haare geraten. Landeschef Niessl macht den neuen Posten zur Koalitions-Bedingung.

 |  NOEN, Werner Müllner
Die Debatten um die Einsetzung eines Südburgenland-Managers haben zum ersten handfesten Regierungs-Streit des Wahljahres geführt: Dass Rudolf Luipersbeck, pensionierter Vorstand der Kurbad Tatzmannsdorf AG, nach Kritik der ÖVP und der Opposition den Job nun doch nicht machen will, sieht Landeshauptmann Hans Niessl als Schuld des Regierungspartners: „Das ist letztklassig, diese Vorgangsweise der ÖVP schadet dem Wirtschaftsstandort Südburgenland.“

x  |  NOEN, BVZ
Landesvize Franz Steindl wiederum wirft der SPÖ „Dilettantismus“ vor: „Eine derartige Schmähparade lehnen wir vor der Landtagswahl kategorisch ab.“

Nachfolger erst nach Landtagswahl

Als Süd-Manager sollte sich Rudolf Luipersbeck „ohne Bezahlung“ um Verkehr, Tourismus und Wirtschaft kümmern. Als Niessl und sein Regierungsteam diesen Plan am vergangenen Samstag überraschend präsentiert hatten, reagierte die ÖVP mit Verwunderung, die Opposition übte heftige Kritik. Deshalb zog Luipersbeck seine Zusage zurück und zeigte sich „enttäuscht über die unfaire politische Diskussion“. Er hätte sich gerne für das Südburgenland eingesetzt, meinte Luipersbeck, habe zum Zeitpunkt der Präsentation aber noch keine Details gekannt.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrat Helmut Bieler und Landesrätin Verena Dunst kündigte Landeschef Niessl an, dass es wohl erst nach der Wahl im Mai einen Südburgenland-Manager geben werde. Und: „Wer da dagegen ist, scheidet als Koalitionspartner aus.“