Erstellt am 11. November 2011, 10:10

Regierungsspitze stürzt im Vertrauensindex ab. Die Regierungsspitze leidet unter der internationalen Finanzkrise. Im neuen APA/OGM-Vertrauensindex stürzen Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger ab.

Auch Finanzministerin Fekter muss Einbußen hinnehmen - ebenso Verteidigungsminister Darabos, der in Folge der Wiedereinsetzung des von ihm abgesetzten Generalstabchefs Edmund Entacher überhaupt zum Verlierer der Umfrage wird.

Befragt wurden 500 Österreicher, ob sie sie die prominentesten Bundespolitiker vertrauenswürdig finden. Den besten Wert mit plus 51 erzielte wie üblich Bundespräsident Fischer, wobei auch das Staatsoberhaupt gegenüber der letzten Erhebung im Mai vier Punkte einbüßte.

Damit ist er im Vergleich zur Regierungsspitze aber doch ziemlich ungeschoren durch die Finanzkrise gekommen. Denn Bundeskanzler Faymann verliert gleich elf Punkte und Vizekanzler Spindelegger neun. Der Regierungschef rutscht damit erstmals seit April des Vorjahres wieder in den Minusbereich, konkret auf minus 2. Noch im vertrauenswürdigen Bereich hält sich Spindelegger mit plus fünf.

Von solchen Werten kann Finanzministerin Fekter nur träumen. Sie kommt mit einem Verlust von zwölf Punkten auf minus 16 und ist damit das am schlechtesten platzierte Mitglied des ÖVP-Regierungsteams. Bei der SPÖ geht es noch ein Stück weiter runter. Verteidigungsminister Darabos büßt 15 Punkte ein, hält bei minus 41 und somit nur noch hauchdünn Abstand zum traditionell vom Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (F) besetzten letzten Platz (-43).

Die Opposition kann freilich von der aktuellen Schwäche der Regierung auch nicht profitieren. FPÖ-Chef Strache und Grünen-Bundessprecherin Glawischnig verlieren gegenüber Mai zwei Punkte, BZÖ-Obmann Bucher deren vier. Das Trio liegt auch geschlossen hinter der Regierungsspitze, wobei Glawischnig (-8) vor Bucher (-18) und Strache (-24) rangiert.