Erstellt am 29. Februar 2012, 00:00

„Regress kein Thema“. PFLEGE / Landesrat Rezar rudert zurück: Eine Neuauflage des Pflegeregresses für Angehörige soll jetzt doch nicht kommen.

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Nach dem Vorbild der Steiermark dachte man im Burgenland bis vor kurzem ebenfalls laut über eine Wiedereinführung des Pflegeregresses nach. Eine „Entwarnung“ gibt es jetzt von Soziallandesrat Peter Rezar: Der Kostenbeitrag für Angehörige sei im Land „derzeit kein Thema“.

Das gab Rezar in der Vorwoche im Rahmen des Burgenland-Besuches von Sozialminister Rudolf Hundstorfer bekannt. Letzterer hatte davor unmissverständlich kundgetan, dass er vom Angehörigenregress nichts halte.

Die Mittel für die (explodierenden) Heimkosten sollen zum Teil durch Pensionen und „Eigenregress“ abgedeckt werden.

Zum anderen wird auf den Pflegefonds verwiesen, mit dem bis zum Jahr 2014 insgesamt 23,2 Millionen Euro ins Burgenland fließen; der Fonds gilt auch für die Folgejahre als gesichert.

Kopfzerbrechen bereitet jedoch eine bevorstehende Pensionierungswelle bei Pflegeberufen, der man mit neuen Ausbildungsangeboten beikommen will. Was die nach wie vor schwierige Suche nach freien Heimplätzen angeht, beruhigt Landesrat Rezar: „Die Nachfrage ist zuletzt deutlich zurückgegangen.“