Erstellt am 27. Februar 2013, 15:19

Rektoren und Studenten unglücklich mit Uni-Zugang. Der Probelauf zur Studienplatzfinanzierung, die am Mittwoch im Nationalrat beschlossen wird und in 19 weiteren Fächern Zugangsbeschränkungen ermöglichen soll, macht die Betroffenen nicht glücklich.

Rektoren beklagen, dass die Zahl der Studienanfänger ab Herbst die Kapazitäten um ein Vielfaches übersteige, sieht die ÖH das Ende des freien und offenen Hochschulzugangs "endgültig besiegelt".

Die Universitätenkonferenz (uniko) kritisierte, dass die Regierungsparteien "die Chance zu einem großen Wurf verabsäumt haben". Der Gesetzgeber habe sich statt der angekündigten "kapazitätsorientierten und studierendenbezogenen Studienplatzfinanzierung" für Zulassungsverfahren entschieden, die den bürokratischen Aufwand der Unis erhöhen würden, ohne eine Entlastung in den überfüllten Studienrichtungen zu bewirken, bedauerte uniko-Präsident Heinrich Schmidinger in einer Aussendung. Die Unis würden dennoch an einer engen Abstimmung bei den Registrierungsverfahren und Fristen arbeiten.

ÖH-Generalsekretär Christoph Huber (Fraktion Engagierter Studierender, FEST) warf Wissenschaftsminister Töchterle indes vor, er versuche unter dem Deckmantel der Studienplatzfinanzierung "seinen Traum von Elite-Universitäten wahr werden zu lassen".

Gleichzeitig befürchten die Studentenvertreter, dass durch die Verquickung der Studentenzahlen, Betreuungsverhältnisse und Budgetzahlen die Uni-Budgets und gleichzeitig die Zahl der Studenten verringert werden könnten. "Diese Reform wird die Finanzierungsprobleme der Hochschulen nicht lösen, aber unzähligen jungen Menschen Zukunftschancen rauben, die vielleicht bereits nächstes Semester vor verschlossenen Türen stehen werden."