Erstellt am 08. November 2012, 12:19

Rektoren wollen endlich Lösungen von Regierung. Die Universitätenkonferenz (uniko) verlangt von der Regierung eine Klärung bei den Themen Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und Lehrerausbildung.

Dabei haben die Rektoren ihre Ansprüche offenbar schon heruntergeschraubt: Man begrüße, dass nun überhaupt etwas in diesen Bereichen geschehe, so uniko-Präsident Heinrich Schmidinger.

In die Koalitionsverhandlungen zu den Hochschulthemen seien die Rektoren nicht eingebunden gewesen, betonte Schmidinger. Er wolle sich dabei auf überhaupt keine Details zu einer möglichen Regelung einlassen. Aber man wolle Rechtssicherheit - "wie auch immer die Lösung ausschaut". Der derzeitige Zustand, "wo wir in der Luft hängen", sei untragbar. Bescheidener Zusatzwunsch Schmidingers: Die neue Studiengebührenlösung solle die Unis finanziell besserstellen.

"Viel wichtiger" ist den Rektoren das Thema Zugangsregeln: Diese dürften sich nur an den Kapazitäten der Universitäten orientieren. Er warnte davor, "das Pferd von hinten aufzuzäumen: Man kann nicht zuerst sagen, wie viele Studenten hätten wir denn gerne und die Unis müssen damit um die Wege kommen".

Schmidinger warnte davor, "nur punktuell da und dort eine Regelung zu treffen, weil das Ganze dann ein Flickwerk ist". Beschränke man den Zugang nur in bestimmten Fächern, werde es einen "Verlagerungseffekt" geben: Im einen Fach abgewiesene Studenten würden in nicht beschränkte verwandte Studienrichtungen wechseln und dort für Probleme sorgen.

Endlich Lösungen verlangt die uniko auch beim Thema Lehrerausbildung. Auch hier sind die Ansprüche recht gering. Man wolle gar keine detaillierten Regelungen, so der Vorsitzende des uniko-Forums Lehre, Martin. "Wir hätten aber gerne, dass zumindest die Grundlinien vorgegeben werden." Festgelegt werden müsse die Studienstruktur, also die weitgehende Umstellung auf das Bachelor/Master-System. Dann könnten auch neue Studienpläne entworfen werden. Man könne etwa nicht weiter Hauptschullehrer ausbilden, wenn alle Hauptschulen auf Neue Mittelschulen umgestellt und dort andere Ansprüche an die Lehrer gestellt werden.