Erstellt am 02. April 2014, 19:05

Republik kauft Essl-Sammlung nicht, Museum bleibt erhalten. Die Kunstsammlung von Karlheinz Essl und das dazugehörige Museum des bauMax-Gründers in Klosterneuburg sollen erhalten bleiben.

Baumax-Firmengründer Karlheinz Essl (r.) und BM Josef Ostermayer am Mittwoch, 02. April 2014, vor Beginn einer Sitzung zur "Sammlung Essl" im Bundeskanzleramt in Wien.  |  NOEN, APA/BKA/HANS HOFER
Die Republik wird die Sammlung jedoch nicht ankaufen, teilte Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) als Ergebnis eines Runden Tischs zur Situation der angeschlagenen Baumarktkette am Mittwochabend im Bundeskanzleramt mit. Essl habe sein Angebot schließlich zurückgezogen.

Finanzierung des Museums "für die nächsten Jahre gesichert"

Der bauMax-Gründer Karlheinz Essl gab sich nach dem Runden Tisch am Nachmittag zufrieden. Es habe eine große Wertschätzung seitens der Republik gegeben, daher habe er sein Verkaufsangebot schließlich freiwillig zurückgezogen, so Essl. Durch Filialschließungen und bestehende Vermögenswerte in der Sammlung sei die Finanzierung des Museums jedenfalls "für die nächsten Jahre gesichert".

Das Haus in Klosterneuburg werde "weitergeführt in vollem Umfang wie bisher", sagte Essl. "Die langfristige Absicherung über Generationen hinaus werden wir noch zu diskutieren haben." Vonseiten der Familie Essl sei ja eine gemeinnützige Stiftung vorgesehen gewesen.

Ankauf der Sammlung durch Republik nicht möglich

Die Minister Ostermayer und Rudolf Hundsdorfer (SPÖ) zeigten sich bei der Pressekonferenz ebenfalls erleichtert. Man habe das Alarmsignal von Essl verstanden, man habe mit dem Runden Tisch "eine Brücke gebaut" und alle relevanten Personen rasch zusammengebracht. Nun soll es weitere "zeitnahe Gespräche" zwischen Firma und Gläubigern geben, es gebe eine konstruktive Ebene zwischen allen Beteiligten. "Es sind alle interessiert an einer positiven Lösung".

Ein Ankauf der Sammlung sei für die Republik nicht möglich gewesen, betonte auch Hundsdorfer. „Wir als Staat, wir haben unsere Grenzen." Schon vor dem Runden Tisch traf Ostermayer mit mehreren Museumsdirektoren und dem Galerienverband zusammen, um den Wert der Sammlung einzuschätzen.

„Wir haben nicht über alle Werke im Einzelnen gesprochen", wich Ostermayer einer entsprechenden Nachfrage aus. „Da gibt es zum Teil sehr positive Einschätzungen, zum Teil ergibt sich das aus der subjektiven Sicht des Sammlerehepaars."