Erstellt am 15. April 2011, 17:36

Reststoffdeponie: SPÖ will "zurück an den Start". Die SPÖ lehnt die Errichtung einer bei Neudorf (Bezirk Neusiedl am See) geplanten Reststoffdeponie weiterhin ab. Für ein "zurück an den Start" sprach sich am Freitag Abg. Erwin Preiner aus.

Mit ihrer Unterschrift gegen die Deponie: Andrea Prikler, Peter Liehl (beide vom Verein „Über(s)leben“), Heinz Sieber, Landtagsabgeordneter Josef Loos, Neudorfs Vize Harald Ladich (v.li.vorne), Pandorfs Vize Matthias Stuppacher, Nationalratsabgeordneter Erwin Preiner, Landtagsabgeordnete Edith Sack, Zurndorfs Ortschef Werner Friedl und Rudolf ReiterBIRGIT BÖHM-RITTER  |  NOEN
Preiner verwies zudem auf zwei vom Land eingeholte Gutachten, wonach auch die Genehmigung für die bereits bestehende Baurestmassendeponie in Frage zu stellen sei.

Im Auftrag des Landes waren zur bestehenden Deponie ein Naturschutz- und ein geotechnisches Gutachten erstellt worden. Im geotechnischen Gutachten werde auf Mängel bei der Ziehung von Bohrkernen hingewiesen. Das Naturschutzgutachten stelle fest, dass bei den ursprünglichen Gutachten statt 40 im Gebiet vorkommender Vogelarten nur eine berücksichtigt worden sei.

Bei der Errichtung einer Reststoffdeponie könne man zudem nicht ausschließen, dass es zu einer Kontaminierung des Grundwassers komme, so Preiner. Die SPÖ Neusiedl hat eine Unterschriftenaktion gegen die Errichtung der Deponie gestartet. Nachdem Kritik an den Plänen für eine Reststoffdeponie laut wurde, hatte das oberösterreichische Unternehmen AVE das Umweltministerium aufgefordert, das laufende Verfahren bis Jahresende nicht weiter zu verfolgen, um noch mit dem Land, den Gemeinden und den Bürgerinitiativen Gespräche führen zu können.