Erstellt am 10. Juli 2013, 00:00

Rettung für die Kasse?. BGKK-Schließung / Krankenkasse will ihre Außenstelle in Mattersburg erhalten. Trotz Sparkurs sind weitere Standorte nicht in Gefahr.

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Von Wolfgang Millendorfer und Richard Vogler

Obwohl die Burgenländische Gebietskrankenkasse (BGKK) in den vergangenen Jahren ihre Schuldenlast abbauen konnte, muss nach wie vor streng gewirtschaftet werden. Wie die BVZ berichtete, war zuletzt auch von einer Schließung der Außenstelle Mattersburg die Rede.

Intern sei die Entscheidung dafür bereits gefallen, meinte BGKK-Direktor Christian Moder noch in der Vorwoche. Der Grund: Da ab 2016 alle öffentlichen Gebäude barrierefrei sein müssen, wären zusätzliche Baumaßnahmen nötig.

Alternativer Standort  für die Außenstelle

Nach einem Einschreiten von SPÖ-Klubchef Christian Illedits, Mattersburg-Bürgermeisterin In- grid Salamon und der Arbeiterkammer könnte es nun eine Lösung geben: „Wir sind auf der Suche nach einem alternativen Standort, bei dem die notwendigen Investitionen nicht so hoch sind“, berichtet Illedits. Damit wären Außenstellen der Krankenkasse weiterhin in allen Bezirkshauptstädten erreichbar.

Denn weitere Standorte sind laut BGKK-Obmann Hartwig Roth nicht in Gefahr: „Schließungen sind auf keinen Fall angedacht.“

Roth, der seit Ende 2012 als Obmann im Amt ist, kalkuliert aber weiterhin scharf. Vor einigen Jahren musste die BGKK noch mehr als 30 Millionen Euro an Schulden tragen, heuer hat sie – auch Dank eines österreichweiten Ausgleichsfonds – ihr Sparziel erfüllt. Im operativen Teil gibt es laut Hartwig Roth aber immer noch viele Herausforderungen, wie etwa einen ständigen Anstieg der Medikamentenkosten oder niedrige Krankenkassen-Beiträge.

Eines stehe aber fest, so Roth: „Es wird auch in Zukunft bei der BGKK keine Schmälerung der Leistungen geben.“