Erstellt am 30. April 2012, 14:18

Rezar fordert Bewerbungsrückzug von AMS-Burgenland-Chefin. Soziallandesrat Peter Rezar (S) hat bei einer Pressekonferenz am Montag in Eisenstadt die Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Burgenland (AMS), Helene Sengstbratl, aufgefordert, ihre Bewerbung für eine Verlängerung zurückzuziehen.

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Seit der Arbeitsmarktöffnung am 1. Mai 2011 sei die Zahl der neuen Arbeitsplätze im Land fast linear zu der Zahl der neu im Land tätigen ausländischen Beschäftigten gestiegen, erklärte Rezar. Dass offene Stellen nicht von burgenländischen Arbeitskräften besetzt wurden, dafür mache er das AMS bzw. Sengstbratl verantwortlich.

Zwar wurde im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ein Arbeitsplatz-Plus von 2.476 verzeichnet, einen Makel gebe es dennoch: Denn 2.625 zusätzliche Arbeitskräfte kamen aus den Ost-EU-Ländern und hätten somit 149 Personen, die im Burgenland beschäftigt waren, ihren Job weggenommen. "Diese falschen Entwicklungen müssen im Sinne der burgenländischen Arbeitnehmer und der burgenländischen Wirtschaft, die durch die neue Dienstleistungsfreiheit einer massiven Billigkonkurrenz ausgesetzt sind, gestoppt werden", so der Soziallandesrat.

Eine zentrale Rolle bei der Problemlösung spiele seiner Meinung nach das AMS. "Ich halte es deshalb am besten, Mag. Sengstbratl zieht ihre Bewerbung für die Landesgeschäftsführung des AMS Burgenland zurück. Sie ist nicht die richtige Person für diesen Job", sagte Rezar.